Basketball: Ein hartes Stück Arbeit

81:70-Heimsieg für Bundesliga-Damen über den BC Marburg

image_pdfimage_print

BasketballEs war ein hartes Stück Arbeit am Wochenende für die Basketball-Damen vom TSV Wasserburg. Letzten Endes wurde der Titelverteidiger seiner Favoriten-Rolle gerecht und siegte in der heimischen Badriahalle mit 81:70 (41:32) über hervorragend agierende Gäste vom BC Marburg. Die Zuschauer bekamen dabei nicht nur schönen Basketball präsentiert, zwei weitere gute Nachrichten begleiteten diesen zwölften Spieltag: Stina Barnert ist wieder zurück und Emma Cannons Knieprobleme sind offenbar doch nicht so schlimm wie befürchtet. Foto: Karlheinz Rieger

Es waren starke Marburgerinnen, die da auf dem Wasserburger Parkett aufliefen. Zwar waren die Hessinen nur mit einem kleinen Kader von gerade mal sieben Damen angereist. Dieser hatte es aber dafür umso mehr in sich und machte es den Wasserburgerinnen zum Teil richtig schwer. Vor allem Kellindra Zackery und Tonisha Baker gelang es immer wieder erfolgreich, sich den Weg durch die Wasserburger Defense zu bahnen. Nach nicht einmal drei Minuten nahm Wasserburgs Coach Bastian Wernthaler deshalb die erste Auszeit.

„Marburg hat wirklich sehr gut gekämpft und hat nie aufgegeben“, meinte der Wasserburger Trainer nach dem Spiel. „Wir waren zeitweise unkonzentriert und haben das Spiel immer wieder aus der Hand gegeben. Wir konnten Marburg nicht müde spielen, weil wir nicht immer die nötige Intensität aufs Feld gebracht haben“, so das nüchterne Fazit des Coachs.

Weitere vier Minuten vergingen, bis dann der amtierende deutsche Meister nach zwei erfolgreichen Dreiern von Melissa Jeltema die Führung übernehmen konnte (8. Minute, 19:13). Durch weitere Treffer von Breanna Brock, Jeltema und Stina Barnert, die nach ihrer Leistenbruch-Operation zum ersten Mal wieder im Wasserburger Aufbau spielte, beendete Wasserburg das erste Viertel mit 25:16.

Doch so schnell gaben sich Marburgs Damen nicht geschlagen. Zwar hatte Coach Patrick Unger nicht die Möglichkeit in einer Breite zu rotieren, wie das Wernthaler bei seiner Mannschaft konnte. Dies kompensierten aber die flott agierenden Marburgerinnen. Schneller präziser Basketball auf beiden Seiten führte zu einem ausgeglichenen zweiten Spielabschnitt, der an der verdienten Wasserburger Führung zur Halbzeitpause nichts änderte (41:32).

Im dritten Viertel gaben die Wasserburgerinnen dann ihre stärkste und wahrscheinlich auch spielentscheidende Vorstellung. Bis zur 29. Spielminute vergrößerten sie die Distanz zu den Gästen auf 21 Zähler (62:41). Ein Polster, das bei den kraftvoll aufspielenden Marburgerinnen vor allem im letzten Viertel nötig sein sollte. Auf das Konto von Wasserburgs Centerin Emma Cannon allein gingen in diesem Viertel zehn Punkte. Cannon, die sich oft intensivster Marburger Verteidigung erwehren musste, lieferte sich über weite Teile des Spiels einen Schlagabtausch mit Marburgs Kellindra Zackery auf deren Konto 23 Zähler gingen. Nur zwei Punkte weniger, als Cannon selbst auf die Anzeigetafel brachte. „Es ist unglaublich“, bewertet Wernthaler deren Leistung. „Emma hat Knieprobleme, spielt nur gute zwanzig Minuten und macht 25 Punkte!“

Eine Aufholjagd starteten die Gäste aus Marburg im letzten Viertel. Näher als auf zehn Punkte kamen sie jedoch an die solide spielenden Wasserburgerinnen nicht mehr heran. Auch wenn dieses Viertel mit 17:23 an den BC Marburg ging, war der verdiente Sieg den Innstädterinnen nicht mehr zu nehmen.

Der TSV Wasserburg bleibt somit in dieser Saison nicht nur in der eigenen Halle weiterhin ungeschlagen, sondern führt nach dem 12. Spieltag mit sechs Punkten Abstand weiterhin vor den Rhein-Main-Baskets und den ChemCats Chemnitz die Tabelle an.

Es spielten: Emma Cannon (25 Punkte), Tiina Sten (14), Melissa Jeltema (10), Anne Breitreiner (7), Svenja Brunckhorst (6), Rebecca Thoresen (5), Breanna Brock (4), Stephanie Wagner (4), Stina Barnert (3) und Martina Dover (3). MJV

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ein Gedanke zu „Basketball: Ein hartes Stück Arbeit

  1. Ernst-Daniel Weichlhuber

    Das offizielle Ergebnis wurde im Nachhinein auf 81:68 korrigiert. Das Kampfgericht hatte vergessen, den letzten Korb der Marburgerinnen aufzuschreiben. Nicht der erste Fehler dieser Art in Wasseburg! Und sehr peinlich für die beste Mannschaft der Republik! Noch peinlicher ist allerdings, dass der Verein dies totschweigt, statt sich einfach zu entschuldigen.

    0

    0
    Antworten