Basketball: Deutlicher Sieg in Spiel eins

Wasserburg schlägt die Rhein-Main Baskets 68:51

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Wasserburg – Der erste Schritt Richtung Titel ist getan. Der TSV Wasserburg hat das Auftaktmatch der Best-of-five-Serie um die deutsche Meisterschaft gegen die Rhein-Main Baskets sicher mit 68:51 (26:21) gewonnen. 800 Fans in der Badria-Halle sahen ein Finale, das vom Kampf um jeden Ball und der Spannung lebte.

Hochklassig war vor allem die erste Halbzeit nicht, als beide Teams mit Punkten geizten und Wurfquoten von 30 bzw. 33 Prozent hatten. „Wir waren sichtlich nervös und deshalb ist die erste Halbzeit in Sachen Offensive in die Hose gegangen“, merkte Trainer Bastian Wernthaler anschließend an. „Unsere Verteidigung hat uns im Spiel gehalten und obwohl wir im Angriff nie in den Rhythmus gefunden haben, war der Sieg letztlich ungefährdet. Das macht Hoffnung für den weiteren Verlauf der Serie.“ Im ersten Viertel trafen die Gastgeberinnen gerade mal fünf ihrer 23(!) Würfe, Rhein-Main fünf von zwölf. Augenfällig schon jetzt die Reboundüberlegenheit von Cannon & Co (48:31), die letztlich mitentscheidend für den Sieg sein sollte. Denn dank 24 Offensivrebounds (Rhein-Main 12) hatte Wasserburg insgesamt 16 Wurfgelegenheiten mehr.

Unentschieden (12:12) ging es in den zweiten Abschnitt, doch der Vorrundensiebte hatte sich nach wenigen Sekunden plötzlich abgesetzt (12:19, 12. Minute) und Aufbauspielerin Stina Barnert bekam nach dem zweiten Foul eine Pause auf der Bank. Wasserburg war jetzt sichtlich verunsichert, aber die Gäste versäumten es in dieser Phase nachzulegen. Nadine Ripper ließ zwei Freiwürfe liegen, die starke Alyssa Karel (23 Punkte) vergab einen leichten Korbleger. Svenja Brunckhorst leitete dann mit sechs Punkten in Folge die Wende ein, ehe Zhaque Gray die Führung für den Favoriten besorgte (20:19). Jetzt wusste Rhein-Main nicht mehr wohin mit der Kugel, weder Svenja Greunke, noch Denise Beliveau oder Stephanie Wagner brachten den Ball in den Korb. Trainer Steffen Brockmann verzweifelte an der Linie, dass er auf Nationalspielerin Anna-Lisa Rexroth wegen Achillessehnenproblemen verzichten musste, machte die Sache nicht einfacher. So setzten sich die Gastgeberinnen dank eines 14:0-Laufs auf 26:19 ab, ehe Karel im letzten Angriff der ersten Halbzeit verkürzte. Mitte des dritten Viertels handelte sich Brockmann ein technisches Foul wegen Reklamierens ein, Barnert nutzte die Freiwürfe und die Führung war erstmals zweistellig (36:25, 25.).

Näher als acht Punkte kamen die Gäste im weiteren Verlauf des Matches nicht mehr heran, weil ihnen offensiv einfach die Mittel fehlten und Wasserburg am Ende sein Spiel besser durchsetzte. „Es ist einfach schwer, weil beide Teams die Spielzüge des anderen in- und auswendig kennen, das macht eben gutes Scouting und eine gute Vorbereitung aus“, erläuterte Stina Barnert anschließend. „Rhein-Main geht über 40 Minuten höchstes Tempo, nur so haben sie eine Chance. Das erwartet uns auch am Sonntag in Langen.“ Bastian Wernthaler wird sein Team am Samstag zu einem lockeren Wurftraining bitten. Zum einen um die Beine auszuschütteln, zum anderen um die Präzision im Abschluss auf ein besseres Niveau zu heben, denn mit 39 Prozent Erfolgsquote wird es am Sonntag sehr schwer werden. Die Ansätze in der Schlussphase waren vielversprechend, denn Gray und Anne Breitreiner trafen endlich mal Distanzwürfe. Und 19 Assists bei insgesamt 27 Korberfolgen sind eine starke Quote. Zum Vergleich: Rhein-Main traf keinen einzigen Dreier und gab nur acht direkte Korbvorlagen.

Es spielten: Emma Cannon (16 Punkte), Stina Barnert (14), Tiina Sten (12), Anne Breitreiner (9), Svenja Brunckhorst (8), Zhaque Gray (5), Rebecca Thoresen (2), Melissa Dalembert (2), Katharina Fikiel, Lena Aß, Franziska Dausinger und Verena Stürmlinger.

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