Barrierefreiheit im Fokus

Gestern im Stadtrat Pläne zur Sanierung des Badria-Wellnessbereichs vorgestellt

Noch immer stehen große Umbauten an: Mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten der Saunalandschaft im Badria will man die Attraktivität des Wellnessbereiches steigern, eine energetische Optimierung erreichen, aktuellen Brandschutzvorgaben entsprechen und Barrierefreiheit garantieren. Brigitte Lex, stellvertretende Leiterin der Stadtbauwerke Wasserburg, stellte gemeinsam mit Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann gestern die Pläne im Stadtrat vor.

Nachdem im letzten Jahr ein großer Saunagarten sowie ein Außen-Pool das Wellness-Paradies im Badria vergrößerte, stehen jetzt die letzten, umfangreichen Umbauten im Innengebäude der Sauna an.

„Um die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude gewährleisten zu können, werden mehrere Aufzüge installiert“, erklärte Lex. Mit einem besonderen Zugangs-Kontrollsystem wird garantiert, dass nur Badegäste mit Saunazugang den Aufzug zu den jeweiligen Wellness-Bereichen nutzen. Der Sauna-Außenpool, der momentan nur über den Weg durch die Damen-Sauna zu erreichen ist, soll ebenfalls umgestaltet werden.

Der Gastronomiebereich im Sauna-Altbau soll verlegt werden – hier will man einen reinen Ruhebereich schaffen. Außerdem sind hier Umgestaltungen des Duschbereiches und der bestehenden Saunen angedacht. Eine Panorama-Sauna mit großer Glasfläche soll ein besonderer Augenschmaus für die Gäste werden.

Stadtratsmitglied Oliver Winter (CSU) äußerte seine Bedenken bezüglich der geplanten Panorama-Sauna: „Das ist ja ein toller Name: Die Saunagäste schauen in den Ruhebereich und die Gäste im Ruhebereich schauen in die Sauna. Das ist ja kein prickelndes Panorama.“

Bürgermeister Michael Kölbl tat diesen Einwurf mit den Worten ab, hier bestünde der „Stechl-Keller-Effekt“: „In fast jeder größeren Sauna gibt es einen solchen Bereich.“ Auch hier heiße es: Sehen und gesehen werden.

Kölbl freut sich bereits auf die geplanten Umbauten: „Endlich gibt es kein Durcheinander in der Sauna mehr. Der Ruhebereich wird wirklich ruhig und der Gastronomiebereich ist leichter zu erreichen und für den Betreiber auch leichter zu beliefern.“

Auch der erste und zweite Stock des Sauna-Gebäudes, dessen Ist-Stand energetisch und brandschutztechnisch bedenklich sei, wird komplett neu gestaltet: „Wir möchten die bestehende Fläche dahingehend nutzen, dass ein eigener, größerer Wellness- und Gesundheitsbereich für externe Betreiber entstehen kann“, erklärt Stadtbaumeisterin Herrmann. Damit wolle man der steigenden Nachfrage an Wellnessangeboten wie Massagen oder Krankengymnastik gerecht werden.

HF

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