B15 : Bleibt es beim vierspurigen Ausbau?

SZ Ebersberg berichtet: Ministerium hält an Plänen fest

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b1neu_neinDie Trasse durch die Pfaffinger Filze ist definitiv tot, sie wird nie wieder untersucht.”  So freuten sich noch vergangene Woche die Gegner der B15 neu in den westlichen Gemeinden des Altlandkreises Wasserburg und in Ebersberg (wir berichteten). Schnell machten dann Gerüchte die Runde, wonach der vierspurige Ausbau der Bundesstraße ganz vom Tisch sei. Doch das ist wohl eher eine Illusion. Wie die Süddeutsche Zeitung am Wochenende berichtete, hält das Ministerium nach wie vor am Ausbau fest: Jetzt trifft es halt den Landkreis Rosenheim.

Am 20. Januar war bekannt geworden war, dass nach massiven Bürgerprotesten die vorgesehene Trasse das Atteltal zwischen Emmering und Pfaffing verschonen wird. Doch das ist nur das Aus für diese Trasse. Das Innenministerium jedenfalls dementiert laut SZ Ebersberg das angebliche komplette Aus für die „B 15 neu“ entschieden: Es soll eine neue vierspurige Trasse geben. Sie solle neben der bestehenden Bundesstraße verlaufen – jenseits des Ebersberger Landkreisgebiets – also wohl im Landkreis Rosenheim. Wir berichten weiter …

Der komplette SZ-Bericht vom 21. Januar: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/jetzt-solidarisieren-sich-die-gegner-mit-dem-nachbarlandkreis-rosenheim-grosse-skepsis-bei-strassengegnern-1.1877417

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5 Gedanken zu „B15 : Bleibt es beim vierspurigen Ausbau?

  1. des einen freud, des andern leid – aber mal ehrlich – wie viele Menschen müssen auf der völlig überlasteten b15 noch ihr leben lassen, bis es endlich akzeptiert wird, dass die straße ausgebaut werden muss? daran führt kein weg vorbei! keiner ist recht erbaut, wenn eine hauptverbindungsstraße vor der Haustüre vorbeigeht, aber es sollte sich auch jeder der nein schreit, sich darauf besinnen wann die b15 so wie sie jetzt besteht gebaut bzw. geplant wurde, und wie sich der verkehr in diesen 25 -30 jahren entwickelt hat. ich meine, jeder der jetzt nein zum ausbau ruft, sollte die anzahl der pkw im Haushalt auf den stand von vor 30 jahren bringen. wer das nicht bedenkt soll den mund halten!

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    1. Peter Kammerl

      Das sind recht schlüssige Gedanken. Aber sie führen in die Irre. Es geht hier nicht um einen Ausbau einer bestehenden Bundesstraße, die nach den Verkehrszählungen den regionalen Verkehr abdeckt. Die höchsten Zahlen sind rund um größere Orte, dann nimmt die Verkehrsdichte ab.
      Es geht den Befürwortern der B15 neu um eine weitläufige Nord-Süd-Verbindung, die wir aber schon haben. Nämlich über den Autobahnring rund um München.
      Bedenken sollten wir, dass dann neben einer mautpflichtigen B15 neu (weil sie unter die Kategorie Autobahn fällt) parallel eine nicht-mautpflichtige Bundesstraße verlaufen wird. Wer rechnen kann, der kann sich ausrechnen, wo dann der Verkehr fließen wird. Aber das ist Spekulation.
      Eine kleine Spitze an Geli noch: Ich bin schon auch dafür, den Mund aufzumachen, aber dabei nicht zu vergessen, sich dazu auch noch zu informieren.

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  2. Die geplante B15 neu ist in Wirklichkeit eine neue Autobahn, 4-spurig mit Mittelstreifen, dafür ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, die v.a. die Ostumfahrung von München (A99) entlasten würde.
    Verlaufen würde sie zwischen Reitmehring und der Burgau mitten durch Wasserburger Stadtgebiet, besonders attraktiv wäre sie für LKW-Verkehr.
    Die Verkehrsbelastung würde sich gegenüber der jetzigen Situation vervielfachen, also einfach ein Alptraum für’s Wasserburger Land.
    Mal schauen, ob unsere Politiker noch rechtzeitig aufwachen und Widerstand ähnlich dem in Ebersberg hinbekommen.

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  3. Hans Hinterberger

    Lieber Peter,

    „Es geht den Befürwortern der B15 neu um eine weitläufige Nord-Süd-Verbindung, die wir aber schon haben. Nämlich über den Autobahnring rund um München.“

    Ja, wer hat denn jemals ernsthaft etwas anderes behauptet? Genau darum geht es schon immer und genau das wird längst in Niederbayern gebaut. Warum? Weil der Gedanke einer Ausweichstrecke östlich von München schwer von der Hand zu weisen ist. Du bestreitest ja selbst nicht, dass der Verkehr in Ballungsräumen wachsen wird. Und München ist meines Wissens ein Ballungsraum, der wächst und wächst. Wie soll der jetzt auch noch weiteren Fernverkehr aufnehmen? Diese Autobahn (bzw. vierspurige Bundesstraße, das ist ja eigentlich das gleiche) kommt, genau wie die A94 gekommen ist. Sie kommt zu dem Zweck, für den sie immer gedacht war. Wer glaubt, dass man da langfristig einfach ein Stückchen zwischen Schwindegg und Rosenheim auslassen wird, der irrt.
    Das wäre, wenn man das mal aus der Sicht einer bundes- und bayernweiten Verkehrsplanung betrachtet, und nicht ständig das lokale “für uns brauchts des fei ned” vorbetet, ja auch schwer zu begreifen. Und natürlich entlastet das München. Natürlich zieht das Verkehr zu uns. Aber ist das nicht landesplanerisch legitim? Es geht doch darum: Irgendeiner bekommt diesen Verkehr. Ihr habt gesagt: „Die Rechtmehringer, Pfaffinger, usw. nicht!“ OK. „Nun gut“, sagt die Regierung, „dann eben die Soyener, Ramerberger, usw.“. Nun werden die mit Euch als (eigentlich schon zufriedenen) Bundesgenossen wieder sagen: „Nein, schiebt das Problem nach München, das ist weit weg.“ Was glaubst Du, was der Münchner Osten und all die Pendler, die heute schon im Stau stehen, dann sagen? Wo endet das? Die A94 Gegner haben mir da besser gefallen. „Bei uns nicht, bei Haag schon!“ Klare Kante. Ich bleibe bei meiner Behauptung aus dem Sommer: Irgendwann werden sich die Gegner vor denjenigen hinstellen müssen, der den Verkehr künftig abbekommt, und ihm ins Gesicht sagen: „Das musst Du jetzt aushalten, damit ich meine Ruhe im Grünen habe. Dem heiligen St. Florian sei Dank…“ Alles andere ist meiner Ansicht nach nicht ganz ehrlich.

    Nix für ungut, Peter…

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  4. Dietmar Gebert

    Servus Huaba!

    So, was jetzt nun. Wieder einmal halten sich die Damen und Herren in Berlin bedeckt und wieder darf oracelt werden was man denn nun mit der B15 machen soll. Des Bürgers Wille steht nicht zur Debatte, das ist ja sowieso klar. Das bei der Planung neuer Straßen oder der Erweiterung der bestehenden Trassen immer Interessen der jeweiligen Anwohner tangiert werden ist klar. Keiner möchte direkt neben einer Schnellstraße wohnen.
    Da darf man ruhig vom Floriansprinzip reden. Das Gespenst der B15 neu spukte schon vor mindestens dreißig Jahren bei uns in der Gegend rum. Gut zwei Jahrzehnte herrschte jetzt eigentlich Ruhe und der Ausbau der alten B15 machte kleine aber merkbare Fortschritte. Und genau dort sollte jetzt weiter gemacht werden. Nachdem wieder einmal ein Mensch auf so tragische Weise auf der B15 ums Leben kam werden natürlich die Rufe nach einem vernünftigen Ausbau laut.
    Aber selbst ein Ausbau oder Neubau auf Autobahnniveau wird hier keine Lösung bringen weil derartige Unglücke unabhängig von der Straßenart immer wieder passieren. Es ist ja noch keiner auf die Idee gekommen die Stecke von Edling über Albaching nach Hohenlinden autobahnähnlich auszubauen. Zugegeben gibt es auf der B15 Passagen, die man wegen ihrer Unfallhäufigkeit verändern müsste. Warum damals keiner auf den Gedanken gekommen ist den Ausbau der B15 nach der Ortsumführung Hochstätt geradlinig bis Rott weiterzuführen ist mir ein Rätsel. Dies wäre allemal billiger als ein kompletter Neubau durch eine der schönsten Naturlandschaften unserer Gegend. Alleine was die Planung an Geld verschlingt, dafür lassen sich viele Kilometer der alten B15 auf einen ordentlichen Stand bringen. Sollte dann noch die eine oder andere selten Kröte oder Fledermaus auf der neuen Trasse heimisch sein, werden für Gutachten und Planungsänderung nochmals Millionen verpulvert. Und während unser Staat dann mit einer nach der anderen Bürgerinitiative prozessiert, fahren wir noch viele Jahre oder Jahrzehnte auf dem Flickwerk B15 alt. Viele Orte durch die die alte B15 führt haben schon ein Konzept zur Ortsumfahrung im Schreibtisch dessen Umsetzung aber u.a. daran scheitert weil in Berlin die Mittel zurückgehalten werden weil man was anderes plant. Vor einiger Zeit fuhr ich auf der B20 von Landau an der Isar Richtung Cham. Das ist für mich ein Beispiel für einen gelungenen Ausbau einer Bundesstraße auf der man trotz großen LKW Aufkommen zügig voran kommt. Dreispurig mit wechselseitigen Zweispurbetrieb geben genügend Möglichkeit sicher an den Brummis vorbei zu kommen.
    Ich glaube das mit dem Bau der Westtangente in Rosenheim der richtige Anfang gemacht ist und man die ganze Energie in Richtung Ausbau und Erneuerung der alten Trasse stecken sollte. Wenn es dann noch jemand es schafft die Mautflüchtlinge auf den richtigen Weg zu führen, dann ist es nicht nur auf der B15 wieder etwas ruhiger. Eine schöne Woche noch wünscht…
    da Dieda

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