Auszeichnung für das RoMed-Klinikum

Rosenheim: Engagement für die Organspende mit Preis honoriert - Auch BFV geehrt

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Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml überreichte jetzt in München den Organspendepreis an das RoMed-Klinikum Rosenheim, das neben zwei weiteren Kliniken ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielt der Bayerische Fußball-Verband den Bayerischen Ehrenpreis zur Förderung der Organspende. Die Auszeichnungen fanden im Rahmen der 17. Jahrestagung der bayerischen Transplantationsbeauftragten in der Residenz München statt.

Auf unserem Foto von links:

Der geschäftsführende Arzt der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) – Region Bayern, Dr. med. Dipl.-Biol. Thomas Breidenbach, und der Medizinische Direktor der RoMed Kliniken, PD Dr. med. Christoph Knothe sowie Oberärztin am RoMed Klinikum Rosenheim, Dr. med. Christine Kummer und der Ärztliche Direktor am RoMed Klinikum Rosenheim, Dr. med. Hanns Lohner neben der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Ministerin Huml hob hervor, dass der persönliche Einsatz der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken entscheidend sei, damit Organspenden realisiert werden können. Damit die Transplantationsbeauftragten in ihrem arbeitsreichen Alltag genügend Freiraum für dieses Engagement haben, hat Bayern zu Jahresbeginn eine konkrete Freistellung für Transplantationsbeauftragte gesetzlich festgelegt.

Die Ministerin rief auch die Bevölkerung dazu auf, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen: „Allein in Bayern warten derzeit rund 1.500 Menschen auf ein Spenderorgan. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Organspende beschäftigen. Wer eine klare Entscheidung trifft und in einem Organspenderausweis dokumentiert, entlastet seine Angehörigen in sehr schweren Stunden“.

Der geschäftsführende Arzt der Region Bayern der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Dr. med. Dipl.-Biol. Thomas Breidenbach sagte: „Wir danken den Transplantationsbeauftragten und allen beteiligten Mitarbeitern in den Kliniken für die Kooperation und den Einsatz für die Organspende.“ Er ergänzte: „Die Koordinatoren der DSO stehen den Krankenhäusern rund um die Uhr für Fragen und als Unterstützung im Organspendeprozess zur Verfügung.“

Die DSO ist die Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende gemäß Transplantationsgesetz und bietet den rund 1.300 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland umfassende Serviceangebote bei allen Abläufen der Organspende an. In der Region Bayern betreuen die Koordinatoren der DSO 199 Kliniken.

Kriterien für die Vergabe des Bayerischen Organspendepreises durch den Fachbeirat der DSO sind nicht die Anzahl an Organspenden, sondern das Engagement für die Organspende. Darunter fällt der persönliche Einsatz der Transplantationsbeauftragten im Gespräch mit Angehörigen und bei der Organisation der Organspende, die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Implementierung der Leitlinien und Verfahrensschritte für den Fall einer Organspende in den Klinikalltag. Der Fachbeirat der Region Bayern setzt sich zusammen aus Vertretern der bayerischen Transplantationszentren, der Landesärztekammer, der gesetzlichen Krankenversicherer und der Krankenhäuser der Region sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Im Jahr 2016 haben 121 Menschen im Freistaat ihre Organe nach ihrem Tod gespendet. In den ersten sechs Monaten 2017 gab es 69 Organspender in Bayern – das sind neun mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Transplantationsbeauftragte am RoMed Klinikum Rosenheim, Dr. med. Christine Kummer, internistische Oberärztin der Medizinischen Klinik I und leitende Ärztin der internistischen Intensivstation, hat sich in den letzten drei Jahren mit großem persönlichen Engagement und in enger Zusammenarbeit mit ihren Kollegen und den Koordinatoren der DSO für die Organspende eingesetzt. Sie organisiert regelmäßige Fortbildungen für ärztliche und pflegerische Mitarbeiter der Klinik. Gemeinsam mit dem Medizinischen Direktor Priv.-Doz. Dr. med. Christoph Knothe führt sie auch Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit durch.

Dr. med. Christine Kummer erzählt: „Zusammen mit der Abteilung für Neurologie am RoMed Klinikum Rosenheim haben wir die Richtlinien für die Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls und den Ablauf einer Organspende in den medizinischen Alltag der Klinik integriert.“ Die Klinik erfasst auch alle Patienten, die im Krankenhaus mit akuten schweren Erkrankungen oder Schäden des Gehirns verstorben sind, die potentiell zum irreversiblen Hirnfunktionsausfall hätten führen können. „Der Erfolg dieser festen Strukturen zeigt sich in einer zunehmenden Kontaktaufnahme zur telefonischen Spendereignungsklärung mit der DSO, sowie in der Realisierung von zwei Spenden in 2015 und drei Spenden in 2016“, berichtet die Oberärztin.

Foto: Andreas Steeger

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Auszeichnung für das RoMed-Klinikum

  1. postmortale Organspende?
    Ganz tot darf dersogenannte Organspender nicht sein, sonst ist er eine Leiche.

    0

    1
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