Aus Verzweiflung unter Lebensgefahr

Bundespolizei stoppt Reise von 80 Personen auf Güterzügen, darunter Kinder

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Es sind schockierende Bilder, die unsere Redaktion am heutigen Freitagnachmittag von der Bundespolizei erreichen (siehe Foto). Beispiele über Beispiele in nur wenigen Tagen: Am gestrigen Donnerstag entdeckten die Bundespolizisten aus Rosenheim zwei Personen, die sich auf einem Zug hinter den Rädern eines geladenen Lkw verborgen hielten. Die 14-jährige Somalierin und ihr 15 Jahre alter Begleiter aus Eritrea waren sich der Lebensgefahr, in die sie sich mit ihrer illegalen Fahrt begeben hatten, gar nicht bewusst. 

Das Mädchen konnte kaum laufen und klagte über Schmerzen, so dass sie zunächst medizinisch versorgt werden musste. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Minderjährigen in die Obhut des Jugendamtes übergeben.

In dieser Woche hatte die Bundespolizei am Bahnhof in Raubling wieder Güterzüge kontrolliert.

Im Verlauf der Schwerpunktaktion fanden die Beamten am Donnerstag insgesamt 13 Migranten auf unterschiedlichen Güterzügen. Auch am Mittwoch wurden zwölf Personen aus ihren lebensgefährlichen Verstecken geholt.

Alleine im August hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bisher rund 80 unerlaubt Eingereiste registriert, die unter Lebensgefahr mit Güterzügen nach Deutschland gekommen sind.

Gestern fanden die Beamten elf Migranten auf einem Güterzug, der von Verona nach München unterwegs war. Die jungen Männer im Alter von 15 bis 37 Jahren lagen auf Flachwaggons, auf denen Lkw transportiert wurden. Dort hatten sie sich offenbar schon in Italien versteckt.

Laut eigenen Angaben stammen sie hauptsächlich aus Niger, Mali und von der Elfenbeinküste. Alle Personen wurden für die anschließenden grenzpolizeilichen Maßnahmen zur Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei gebracht. 

Foto: Bundespolizei

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