Aufatmen in Wasserburg: „Svenni“ bleibt!

Trotz zahlreicher Offerten aus In- und Ausland entschied sie sich für den TSV

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Halbfinale Wasserburg vs. Herne am 20.04.2014 in der BadriahalleBei dieser Nachricht dürfte sowohl den Verantwortlichen, als auch Fans vom TSV Wasserburg ein Stein vom Herzen fallen. Denn trotz zahlreicher Offerten aus In- und Ausland entschied sich Svenja Brunckhorst für eine weitere Saison am Inn. „Svenni“, wie sie von Mitspielerinnen und Fans liebevoll genannt wird, gehört mittlerweile zur Familie beim TSV Wasserburg, nachdem sie mit ihrer Familie im Alter von zehn Jahren aus dem Großraum Hamburg nach Bayern gezogen ist. Die damaligen Familienpläne, sich in Bruckmühl anzusiedeln, durchkreuzte Gaby Brei sofort und überzeugte Svenjas Vater Armin Brunckhorst davon, dass Wasserburg die bessere Option sei …

In diesem Fall bedurfte es wohl keinen besonderen Überzeugungskünsten, denn Armin Brunckhorst verfolgte denselben Wunsch wie Brei: Die schon in jungen Jahren hochtalentierte und basketball-infizierte Tochter bestmöglichst zu fördern. Seither hat sich die heute 22-Jährige rasant weiter entwickelt – trotz eines herben Verletzungsrückschlags bei einem Länderspiel in Italien, der sie zu einer mehrmonatigen Pause gezwungen hatte.

Davor und danach hat sie jede Altersklasse der Nationalmannschaft erfolgreich durchlaufen und gewann unter anderem mit der u16-Mannschaft den B-Europameistertitel im Jahr 2006. Während ihrer Zeit bei den u18- Damen wurde Brunckhorst das verantwortungsvolle Amt der Kapitänin übertragen. Schon seit Jahren gilt sie als eine der Zukunftshoffnungen in der Aufbauposition des A-Kaders.

Auch in der ersten Bundesliga hat sich Brunckhorst zu einer absoluten Leistungsträgerin entwickelt. So steuerte sie in der vergangenen Saison in durchschnittlich 27.2 Minuten Spielzeit 7,6 Punkte und 2,7 Rebounds zum Gewinn des Meistertitels bei. „Svenja hat eine sehr gute Saison gespielt, sie war der Motor der Meistermannschaft. Sie hat erkannt, was es braucht, um eine Spielerin zu werden, die in Europa eine Rolle spielen kann. Wenn Svenja mit demselben Ehrgeiz weiter arbeitet und verletzungsfrei bleibt, wird sie sich diese Saison nochmals enorm weiterentwickeln. Es bleibt immer noch viel Luft nach oben bei ihrem Potential. Svenja gehört die Zukunft auf der Position 2 in Wasserburg!“, so Trainer Bastian Wernthaler über sein Talent.

Auch die Fans am Inn freuen sich, dass der Publikumsliebling – nach einem kurzen Abstecher nach Freiburg in der Saison 2011/2012 – erneut wieder das Wasserburger Trikot mit der Nummer 21 tragen wird. Svenja Brunckhorsts bisherige Karriere bringt sicherlich auch all jene Kritiker zum Schweigen, die der Überzeugung waren, dass sich junge Talente in Wasserburg nicht ausreichend weiter entwickeln könnten.

Als Zehnjährige hat Brunckhorst einst das Training in Wasserburg aufgenommen – mittlerweile mauserte sie sich aufgrund ihrer professionellen Art, ihrer mannschaftsdienlichen Spielweise und ihres Durchsetzungsvermögens zu einer Leistungsträgerin, auch im Europacup. Man darf gespannt sein, wie sich das sympathische Eigengewächs in der kommenden Saison im Fiba-Cup schlägt.

Nebenbei studiert die fleißige Basketballerin bereits im 2. Semester an der FH Erding Sportmanagement. Auch dies war ein ausschlaggebender Aspekt weiter in Wasserburg zu spielen, da ihr der Sport, aber auch die schulische Ausbildung sehr wichtig sind.

Für Gaby Brei schlagen diesbezüglich zwei Herzen in ihrer Brust: „Einerseits hoffe ich natürlich, dass sie einen weiteren Schritt nach vorne macht. Andererseits habe ich schon heute Angst vor den Abwerbeversuchen der verschiedensten Agenten.“ So bleibt nur zu hoffen, dass „Svenni“ ihren Fans nicht nur im Herzen, sondern auch in Wasserburg erhalten bleibt. Und somit den nächsten zu erwartenden Offerten aus In- und Ausland widerstehen kann.

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