Auch die Starbulls haben einen Poldi …

Der 20-Jährige mit Klasse-Treffer beim gestrigen 3:2 über Heilbronn

image_pdfimage_print

tauschRosenheim – Vor 1691 Zuschauern sicherten sich gestern abend Rosenheims Eishockeyspieler in der DEL2 mit einem 3:2-Sieg gegen die Heilbronner Falken das Heimrecht für das Viertelfinale der Playoffs. Das stark ersatzgeschwächte Team von Franz Steer, in dem Stephan Gottwald, Andrej Strakhov, Maximilian Hofbauer, Dominic Auger und Florian Müller fehlten, ist weiter nah an der Tabellenführung dran. Einem der Jüngsten im Starbulls-Dress blieb der zweite Treffer des Abends vorbehalten. Und was für einer! Der 20-jährige Leopold Tausch …

… (Foto) schnappte sich in seinem ersten Wechsel an diesem Abend kurzerhand von rechts kommend die Scheibe, schnitt scharf in Richtung Tor und konnte das Spielgerät mit der Rückhand gekonnt im langen oberen Eck versenken. Dies war das erste Saisontor vom „Poldi“, für das er sich offenen Szenenapplaus abholen durfte
Aber der Reihe nach: Große Aufstellungsprobleme plagten Starbulls- Trainer Franz Steer im Vorfeld der Begegnung mit den Falken. Nach Stephan Gottwald, Andrej Strakhov, Maximilian Hofbauer und Florian Müller fiel nun auch noch Dominic Auger krankheitsbedingt aus und so gingen dem Rosenheimer Übungsleiter vor allem die Mittelstürmer aus. Einmal mehr mussten also die Angriffsreihen umgestellt werden, was die Aufgabe nicht leichter machte. Die Starbulls kamen aber gut in die Partie und dominierten von Beginn an das Spiel.

Mit kontrollierter Offensive wurden die Angriffe in Richtung das von Philip Lehr gehütete Tor der Gäste vorgetragen, der dieses Mal den Vorzug vor dem eigentlichen Stammkeeper Branislav Konrad erhielt. Sehr geordnet wirkte auch das eigene Abwehrverhalten welches den Gästen kaum einmal Platz zur Entfaltung ließ. Die Folge war ein klares Chancenübergewicht der Innstädter, die aber vierzehn Minuten brauchten um die Scheibe erstmalig im Tor zu versenken. Zuvor hatten die Hausherren nahezu zwei volle Minuten Zeit gehabt bei fünf gegen drei zu punkten. Erst kurz vor Ablauf der zweiten Strafe gelang es schließlich Kim Staal mit einer feinen Einzelleistung die Scheibe im Gästegehäuse unterzubringen.
Der zweite Spielabschnitt zeigte die Hausherren noch dominanter als im Anfangsdrittel. Ein ums andere Mal wurde die neutrale Zone mit schnellen Gegenstößen überwunden, aber entweder es fehlte am finalen Pass oder Heilbronns junger Backup konnte sich auszeichnen. .Mit einer 2:0 Führung im Rücken begann der Schlussabschnitt mit der stärksten Phase der Gäste, die jetzt auch mehr für die Offensive investieren mussten.

Der seit Wochen in guter Form befindliche Adriano Carciola markierte dann auch den Anschlusstreffer durch einen satten Schlagschuss von der blauen Linie, bei dem der gut haltende Pasi Häkkinen absolut nichts zu halten hatte. Der Anschluss verschaffte den Gästen kurzerhand etwas Oberwasser, die in der 48. Minute dann auch noch mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren durften. Micky Rohner musste auf dem „Sünderbankerl“ Platz nehmen.

Wer aber jetzt mit dem Ausgleich gerechnet hatte der sah sich enttäuscht. Max Renner konnte einen Pass abfangen und lief in Stürmermanier auf das Gästetor zu, ließ sich auch von den Störungsversuchen eins Heilbronner Verteidigers nicht auf halten und brachte die Scheibe „shorthanded“ zum 3:1 unter. Zwar kamen die Heilbronner durch einen zweiten „Sonntagsschuss“ von Carciola noch mal heran, jedoch am Ende genügte der gemeinschaftliche Einsatz um die Gäste erfolgreich am Ausgleichstreffer zu hindern.
Gästetrainer Igor Pavlov zeigte sich in der anschließenden Pressekonferenz vor allem enttäuscht von der Schiedsrichterleistung und sah sein Team klar benachteiligt, während Franz Steer froh über den Sieg war. Auf die letzten beiden Spiele vor den Playoffs angesprochen und die Möglichkeit noch Platz 1 zu erreichen meinte er:“ Wir wollen beide Spiele gewinnen! Mein Ziel ist es auch das letzte Playoff- Spiel in dieser Saison zu gewinnen.“

Weiter geht es für die Starbulls am kommenden Freitag gegen den ESV Kaufbeuren, dem aktuellen Team der Stunde. Die Allgäuer haben sich sogar noch die theoretische Möglichkeit geschaffen, doch noch in die Playoffs einzuziehen und werden am Freitag sicherlich um ihr Leben kämpfen. Ein echtes Derby steht also ins Haus, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.