Arbeitslosenquote geht auf 3,0 Prozent zurück

Nachfrage nach Arbeitskräften stagniert aber

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DeckblattRosenheim –  Der stellvertretende Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur, Jakob Grau, zu den aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt: „Der Frühjahrsaufschwung hat zwar eingesetzt, er fällt heuer allerdings verhaltener aus, als in den vergangenen Jahren. Gegenüber dem Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 670 zurück gegangen, gegenüber dem Vorjahr muss aber ein Plus von fast 500 verzeichnet werden. Hier darf aber nicht übersehen werden, dass das Jahr 2012 ein überaus positives Jahr für den Arbeitsmarkt war. Insgesamt wurden zum Stichtag (13. Mai) 8 280 Arbeitslose erfasst. Der Arbeitsmarkt bleibt stabil, was auch die Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent unterstreicht.“

Grau weiter: „Dennoch ist eine gewisse Zurückhaltung bei den Stellenmeldungen zu beobachten. Die meisten Firmen blicken zwar vorsichtig optimistisch in die Zukunft, viele sind aber zurückhaltend mit Personalneueinstellungen. Im Berichtszeitraum (12. April bis 13. Mai) wurden der Agentur für Arbeit (AA) in Rosenheim und den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen 910 Arbeitsstellen – davon 840 sozialversicherungspflichtige – neu zur Besetzung gemeldet, etwas mehr als im Vormonat, aber 180 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Betrachtet man die Stellenmeldungen seit Beginn des Jahres, hat sich mittlerweile ein Minus von zirka 1000 aufgebaut. Ich weiß zwar, dass wir nicht mehr alle Personalwünsche erfüllen können, aber es ist wichtig, dass wir ein Gesamtbild über die Arbeitskräftenachfrage bekommen. Außerdem betreuen wir intensiv Bewerber in der sogenannten „Job to Job- Phase“, damit sind die Personen gemeint, die noch in Beschäftigung sind, denen aber bereits gekündigt wurde. Darunter fallen auch „Jungbewerber“ bei denen das Ausbildungsverhältnis endet und die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden.

630 Personen befinden sich zurzeit in beruflichen Weiterbildungen, die meisten werden in zwei bis vier Monaten damit fertig und stehen dann für eine neue Tätigkeit zur Verfügung. Auch hier kann ich den Personalverantwortlichen in den Betrieben nur empfehlen, sprechen Sie mit uns, vielleicht ist hier genau der für Sie passende Bewerber dabei.“ Die Arbeitslosenquote ist von 3,3 Prozent im April auf aktuell 3,0 Prozent (Vorjahr 2,9 Prozent) zurück gegangen.

Die niedrigste Arbeitslosenquote haben derzeit die Landkreise Rosenheim und Miesbach mit 2,6 Prozent und sind damit auf demselben Stand wie im Mai letzten Jahres. An den Arbeitslosenquoten für die einzelnen Personengruppen, lässt sich die Betroffenheit gut ablesen. Bei den jungen Menschen unter 25 Jahren beträgt die Quote 1,9 Prozent (Vormonat 2,3 Prozent), hier ist die Entwicklung sehr positiv. Bei den älteren, über 55-jährigen ist die Situation erwartungsgemäß mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent insgesamt deutlich ungünstiger.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim: Die Gesamtzahl der Arbeitslosen wird nach zuständigen Rechtskreisen unterschieden. Die Arbeitsagentur betreut Menschen nach dem Rechtskreis SGB III und die Jobcenter nach dem Rechtskreis SGB II. In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1591 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um 72 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,8 Prozent gesunken. Von den betroffenen Personen wer-den derzeit 624 (minus 73) von der Hauptagentur in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden ist mit 967 in etwa gleich geblieben. Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent auf. Hier sind mit 3455 erwerbslosen Personen, 240 weniger gemeldet als im April.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1912 erfassten Arbeitslosen einen Rückgang (minus 124) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier auf 3,0 Prozent verringert. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 1081 Erwerbslose.

Das Jobcenter in Miesbach verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von zehn Betroffenen, aktuell sind 527 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

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