Am Herder: Radweg wird verlängert

Bürgermeister: „Das ist eine Schlüsselstelle" - Aus dem städtischen Bauausschuss

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Der Radweg an der Rosenheimer Straße: Er endet kurz vor der Wasserburger Stadtgrenze am Herder im Nirwana (Foto). Das soll sich, wenn es nach dem Bauausschuss der Stadt geht, bald ändern. „Das ist eine Schlüsselstelle. Nur, wenn wir hier die Lücke schließen, geht es mit dem überörtlichen Radweg an dieser Stelle weiter“, so Bürgermeister Michael Kölbl bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses. Die 200 Meter Radweg werden die Stadt wohl an die 60.000 Euro kosten. Und es müssen zwei Eichen gefällt werden.

Alexander Huber vom Bauamt stellte das Projekt in der Ausschusssitzung kurz vor. Insgesamt könne man den Radlweg ohne besonders großen Aufwand in Richtung Griesstätt und zur Gemeindegrenze zu Eiselfing verlängern. Allerdings stünden zwei Eichen der Maßnahme im Weg.

Diese hatte zuvor bereits Stadtrat Lorenz Huber unter die Lupe genommen. Der Baumbeauftragte der Stadt kam zum Schluss, dass einer der Bäume an Wurzelbrand leide, der andere relativ leicht zu versetzen sei. „Wir könnte dort oben überhaupt eine neue Baumreihe setzen, die dann mehr einen Allee-Charakter aufweist.“

Als „rausgeschmissenes Geld“ bezeichnet Peter Stenger (SPD) die veranschlagten 60 bis 70.000 Euro an Baukosten. „Wir legen da den Radweg quasi aufs Feld hinaus. Wer zum Friedhof hinauf will, der kann das gefahrlos über Maria Rast tun. Das wird ein Riesenaufwand für nix.“ Was Bürgermeister Michael Kölbl aber ganz anders sah: „Dort, wo unser Radweg jetzt endet, ist eine echte Gefahrenstelle. Die Radler werden auf eine von Lkw viel befahrene Straße hinausgeleitet.“ Mit den geplanten weiteren 200 Metern schaffe man einen Lückenschluss zur Gemeinde Eiselfing hinüber und ans bestehende überörtliche Radwegenetz.

Unterstützung bekam Kölbl von Friederike Kayser-Büker (SPD): „Ich fahre jeden Tag nach Altenhohenau und sehe da immer wieder Mütter mit Kindern, die am Ende des Radlwegs auf die Straße hinausmüssen. Der Neubau sei alleine schon wegen der Schulwegsicherheit erforderlich. Wenn da was passiert, müssen wir uns das vorwerfen lassen.“

Sowohl Christian Stadler (Grüne) als auch Andreas Aß (CSU) unterstrichen in ihren Beiträgen zum Thema die Notwendigkeit des Ausbaus des Radlwegs. Aß: „Die Stelle ist wirklich nicht ungefährlich. Deshalb muss der Lückenschluss her. Allerdings sollten wir auch mal ein Gesamtkonzept in Sachen Radwege ins Auge fassen.“

Der Bauausschuss stimmte abschließend einer Entwurfsplanung für den neuen Radweg gegen die Stimme von Peter Stenger zu.  

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4 Gedanken zu „Am Herder: Radweg wird verlängert

  1. Peter kämpf für unsere Eichen!

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    1. Für Radfahrer oder auch Fußgänger (auch mit Kindern) sehr vorteilhaft.Fährt man durch den Friedhof,kommt man auf einen Fußpfad der meißtens zugewachsen ist.Vieleicht auch nicht angenehm für manche Benutzer!Von der Arzneimittelfabrik bis zur Bushaltestelle (Höhfelden) besteht für Radfahre und Fußgänger ein großes Risiko, da gerne die Autofahrer gleich nach dem Ortsende einen Bleifußhaben(oder auch schon dafor).

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      1. Die“ 2 Daumen nach“ unten Gehöhren warscheilich auch zu den Bleifüßen!!

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  2. Kann man den Stenger nicht langsam ins Altenteil entsorgen? Bitte liebe Tante SPD, nicht mehr aufstellen.

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