Alkohol am Steuer ist keine Faschingsgaudi!

Polizei kündigt für die närrische Zeit verstärkte Kontrollen an

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Polizeieinsatz in der GrostadtDie Polizei musste in den letzten Faschingstagen des vergangenen Jahres 15 Alkoholunfälle aufnehmen. 68 Fahrzeuglenker waren bei den entsprechenden Kontrollen 2015 aus dem Verkehr gezogen worden, weil sie zu viel getrunken hatten. Das meldet die Polizei heute am Mittag in einer Bilanz mit Blick auf die bevorstehenden ‚heißen‘ Party-Nächte. 17 Fahrer standen unter Drogeneinfluss. 14 ma habe die Polizei eine Trunkenheitsfahrt vor Fahrtantritt noch verhindern können. Zahlen, die für die Polizei verstärkte Kontrollen im Faschingstreiben 2016 rechtfertigen und zu denken geben … 

Fahrten unter Alkohol und Drogen werden hart bestraft. Neben einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und Punkten auf dem Flensburger Punktekonto, drohen den Alkohol- und Drogensündern empfindliche Geldstrafen, die nicht selten ein Monatseinkommen übersteigen. Durch den Verlust des Führerscheines kommen häufig auch noch berufliche Konsequenzen hinzu.

Der Bußgeldkatalog sieht bereits bei 0,5 Promille Alkohol oder einem nachweisbaren Drogenkonsum eine Geldbuße von wenigstens 500 Euro, zwei Punkte (nach dem neuen Punktesystem) in der Verkehrssünderkartei und mindestens ein Monat Fahrverbot vor.

Die Sanktionen verdoppeln und verdreifachen sich entsprechend, wenn jemand bereits ein- oder mehrmals von der Polizei erwischt worden ist.

Noch teurer wird es für diejenigen, die 1,1 und mehr Promille Alkohol im Blut haben und damit „absolut fahruntüchtig“ sind. Jedoch droht bereits ab einem Wert von mehr als 0,3 Promille der Führerscheinentzug, wenn man alkoholisiert oder im Drogenrausch einen Verkehrsunfall verursacht.

All diese Fahrer müssen sich für die begangene Straftat vor Gericht verantworten, das neben einer Eintragung in die Verkehrssünderkartei eine entsprechende Geldstrafe und regelmäßig einen längeren Führerscheinentzug verhängt.

Für die ganz Unbelehrbaren schließt sich übrigens bei 1,6 und mehr Promille oder im Wiederholungsfall automatisch die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an. Die Fahrerlaubnisbehörde prüft dann vor einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erst einmal, ob der Betroffene überhaupt geeignet ist, erneut ein Kraftfahrzeug zu führen.

Der Rat der Polizei

Genießen Sie die fünfte Jahreszeit und feiern Sie nach Lust und Laune – aber ohne Alkohol und Drogen am Steuer!

Klären Sie bereits vor dem Genuss von Alkohol ab, wie Sie wieder sicher nach Hause kommen, ohne selbst fahren zu müssen.

Greifen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel und Taxen zurück. Auch wenn eine Fahrt auf den ersten Blick teuer erscheint, ist das allemal billiger als der Verlust Ihres Führerscheins!

Steigen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nie in ein Auto ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht!

Unterschätzen Sie nicht den Restalkohol am nächsten Morgen! Der Körper baut durchschnittlich etwa 0,1 Promille in der Stunde ab. Reichlich Alkoholgenuss am Vortag kann deshalb zur Folge haben, dass Sie auch am nächsten Morgen noch nicht fahrtauglich sind.

Polizeioberrat Martin Irrgang, Leiter für verkehrspolizeiliche Aufgaben im Polizeipräsidium:

„Wir wollen Ihnen nicht den Spaß am Fasching verderben. Uns geht es darum, folgenschwere Verkehrsunfälle zu verhindern. Jeder einzelne schwere Unfall bringt für die Betroffenen, deren Familien und Freunde viel Leid mit sich. Von den finanziellen Folgen ganz zu schweigen. Wer feiert, sollte sich also deshalb vorher seiner Verantwortung bewusst sein und für eine sichere Heimfahrt sorgen.“

 

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