Ära Friesinger geht nach 30 Jahren zu Ende

Theater- und Musikverein Albaching stellt sich bei Hauptversammlung neu auf

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Im Gasthaus Steinacker in Kalteneck fand die Jahreshauptversammlung des Theater- und Musikvereins Albaching statt. Sie geht wohl in die Geschichte des Vereins ein, nachdem der Vorsitzende, Sebastian Friesinger, sein Amt nach sage und schreibe 30 Jahren an seinen bisherigen Stellvertreter, Herbert Binsteiner, übergab. Auch weitere Vorstandsposten wurden bei den turnusgemäßen Wahlen neu besetzt.

In seiner letzten Hauptversammlung als Vorstand berichtete Friesinger über seine Aktivitäten für den Verein im letzten Jahr und begründete den Schritt, warum er nun in diesem Jahr abtreten will. Seine Vereinsaktivitäten seit der letzten Jahreshauptversammlung hätten insgesamt 35 Termine, in 2016 und 2017 insgesamt sogar 56 Termine umfasst. Vorstandschaftssitzungen, der Betriebsausflug des Vereins, der Vorspielabend, Theater-Besuche in Rechtmehring und Kiefersfelden, der Ehrenabend und dessen Vorbereitungstreffen zum 30-jährigen Bestehen und die beiden Theater im letzten Jahr seien auf dem Programm gestanden. Dabei dankte er den Mitgliedern und Helfern, wie den Theatermitwirkenden oder den Musiklehrern, ohne die sich der Verein nicht so aktiv und gesund präsentieren könnte.

Ein Meilenstein der 30-jährigen Vereinsgeschichte sei für ihn der Umzug in den Bürgersaal im letzten Jahr, „der ein richtiges Schmuckstück geworden ist und dem Verein in Zukunft hervorragende Möglichkeiten bietet“. Dies sei auch ein Grund, warum er nun den Verein übergebe, einen gesunden Verein mit gesicherter Zukunft.

Der Hauptgrund für sein Ausscheiden seien jedoch die 71 Vereinstermine und zusätzliche „AK Bürgersaal“-Sitzungen im Jahr 2015, die ihn an eine Belastungsgrenze brachten hätten. Als er im November 2015 dann das Gespräch mit Herbert Binsteiner wegen der Nachfolge gesucht habe und dieser ihm sofort als Nachfolger zusagte, sei ihm ein großer Stein vom Herzen gefallen. Da aber 2017 erst die turnusgemäßen Neuwahlen anstanden und er „als Kapitän nicht vorzeitig das Schiff verlassen wollte“, wurde das Ganze erst in diesem Jahr umgesetzt.

Zum Schluss ließ er seine 30 Jahre als Vorsitzender nochmals anhand der traditionellen Veranstaltungen und anhand seiner wichtigsten Begleiter, wie alle Regisseure und Vorstandschaftsmitglieder, namentlich Revue passieren und dankte ihnen für ihre Unterstützung und Arbeit, da sie „der Kern des Vereins sind“. Der neuen Vorstandschaft und dem Verein wünschte er für die Zukunft alles Gute.

Im Anschluss berichteten seine beiden Stellvertreter über die beiden Arbeitsgruppen des Vereins. Es begann Peter Pfitzmaier, der auf die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Musik zurückblickte, die vor allem vom Musikunterricht der neun Musiklehrer und dem traditionellen Vorspielabend lebt, bei der einmal im Jahr die Musikschüler ihr Können unter Beweis stellen. Hierfür dankte er den Musiklehrern, wünscht ihnen und dem Verein für die Zukunft auch alles Gute und beendete seinen Bericht mit einem Zitat von Hubert von Goissern: „Musik ist eine Sprache, bei der man nicht lügen kann.“

Herbert Binsteiner blickte in seinem Bericht der Arbeitsgruppe Theater auf die beiden Theaterstücke im letzten Jahr zurück. Zum einen im Frühjahr auf „Die Nacht der Hirschn“ und zum anderen im Herbst auf den „Da doppelte Schlawiner“ – beides erstmals im Bürgersaals aufgeführt. Er dankte den zahlreichen Mitwirkenden – von den Schauspielern, über die Schminke bis hin zum Brotzeitteam, besonders aber dem Regisseur Christian Huber, für ihre Arbeit. Insgesamt konnte man im letzten Jahr für beide Stücke 2.743 Zuschauer begrüßen. Er hob zum Schluss besonders hervor, dass den Verein vor allem der Sinn für die Gemeinschaft auszeichnet.

Im Kassenbericht fasste Kassier Claudia Mayer die 170 Einzelbuchungen des letzten Jahres zusammen, der in diesem Jahr neben den üblichen Einnahmen und Ausgaben aus den Veranstaltungen vor allem von der Investitions-Beteiligung in Höhe von 25.000 Euro für den Innenausbau des Bürgersaals beherrscht wurde. Vorsitzender Sebastian Friesinger dankte ihr anschließend für die hervorragende und aufwendige Arbeit, woran sich die beiden Kassenprüfer Richard Ettmüller und Hans Raab nur anschließen konnten, die hervorragende Kassenführung hervorhoben und daher um die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft baten, welche einstimmig erteilt wurde.

Die Neuwahlen der Vorstandschaft wurden danach von Tobias Langer geleitet. Hierbei wurde Herbert Binsteiner als Vorsitzender und Sebastian Friesinger junior als stellvertretender Vorsitzender in der Arbeitsgruppe Theater neu gewählt. Peter Pfitzmaier wurde Stellvertreter in der Arbeitsgruppe Musik, Claudia Mayer als Kassier und Brigitte Voglsammer als Schriftführerin in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer wurden neben der bisherigen Beisitzerin Angela Sanftl die Kandidaten August Wimmer, Simon Pfitzmaier und Michael Münch neu gewählt. Christian Huber und Hermann Obermaier hatten bereits vorab erklärt, dieses Jahr nicht mehr kandidieren zu wollen.

Zum Schluss wurde Richard Ettmüller als Kassenprüfer bestätigt und Stefan Fleidl neu gewählt, nachdem Hans Raab ebenfalls erklärt hatte aufhören zu wollen.

Im Anschluss wurde vom neuen Vorsitzenden auf das kommende Vereinsjahr geblickt. Er schilderte seine aktuellen Ideen für das diesjährige Theater, informierte über den Betriebsausflug im Juli nach Radstadt im Pongau und lud zum Theaterball am 17. Februar, zum Kini-Kegeln am 5. März und Vorspielabend am 12. März ein.

Für die ausgeschiedenen Vorstandschaftsmitglieder will er sich noch etwas Passendes überlegen. Zum Abschluss gab es noch die obligatorische Ordnerübergabe des alten Vorsitzenden an den neuen mit den besten Wünschen für die Zukunft. WF

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