… a bissal mehr Respekt, bitte!

Unser Kommentar zur gestrigen Fronleichnams-Prozession und ihr Umfeld

Eine kuriose Meldung gab gestern das Polizeipräsidium in Rosenheim heraus. In Geretsried war die Polizei am Feiertag von einer Frau alarmiert worden. Die fragte nach, ob die Demonstration, die gerade in der Ortsmitte stattfinde, auch genehmigt sei. Die Polizei musste die Frau aufklären, dass es sich um eine traditionelle Fronleichnams-Prozession handle, die seit Menschengedenken genehmigungsfrei sei. Für mich ist das schon ein bisserl schade, dass Tradition, Brauchtum und Glaube heute offenbar nicht mehr so im täglichen Leben verwurzelt sind und respektiert werden, wie das früher der Fall war. Sie glauben das nicht? Dann schauen Sie sich mal eine Fronleichnams-Prozession in Wasserburg an. Wenn die Gläubigen in der Altstadt gemeinsam beten, schert das die Menschen in den Cafes keinen Millimeter. Da wird weiter mit voller Lautstärke rumgealbert. Scho a weng respektlos. Und schod … moand da Huaba.

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21 Gedanken zu „… a bissal mehr Respekt, bitte!

  1. Mei, lebn und lebn lossn

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  2. Vielen herzlichen Dank für diesen Kommentar, Herr Huber. Sie sprechen mir aus der Seele. Bei solchen Herrschaften fehlt es nicht nur am Respekt, sondern da mangelt es an der Erziehung!

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    1. Die katholische Kirche ist eine Sekte, die bitteschön in ihren Sektenräumen bleiben soll, so wie alle religiös Verblendeten.

      Religion ist Privatschulen und hat auf der Straße nix verloren. Anderen seinen Willen aufzuzwingen widerspricht einer guten Kinderstube!

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      1. @ The King
        Katholiken sind nicht die Zeugen Jehovas und drängen niemanden ihren Glauben auf!
        Sie lassen auch Andersgläubige ihr Ding machen.

        Es geht lediglich um a bisserl an Respekt und a Erziehung, dabei nicht zu stören!

        In Bayern gehört so eine Prozession seit Jahrhunderten zur Tradition, bei der keiner mitmachen muss, wenn er nicht will.

        Es verändert sich Deutschland und natürlich auch Bayern gerade nicht zum Besseren, da sind solche Werte und Traditionen sehr wichtig.
        Aber wenn man als Kind mit dem Jet durch die Kinderstube geflogen ist, dann kann man halt auch keinen Anstand erwarten!

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  3. Sehe ich anders, das hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun, die Gläubigen können doch frei machen, was sie wollen – aber ich muss als Nicht-Gläubiger dafür mein Verhalten in der Öffentlichkeit ändern? Wir leben in einem freien Land.

    Ich finde es eher bedenklich, dass wir es im Jahr 2017 immer noch nicht geschafft haben, in Deutschland eine klare Trennung zwischen Staat und Religion einzuführen.

    Kirchen haben bei uns Sonderrechte, welche sie beispielsweise dazu nutzen, Arbeitnehmern essentielle Rechte wie ein Streik-Recht zu verwehren.

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  4. Servus Huaba,
    ich verstehe deinen Unmut schon, ich würde die Prozession auch nicht stören wollen (sie ist ja nur einmal im Jahr), aber trotzdem leben wir in einer modernen Zeit.

    In einer Zeit, in der nicht jeder religiös/katholisch ist, muss ich akzeptieren, dass es auch Menschen gibt, die dem nichts abtun können.
    Eine absichtliche Störung der Prozession ist natürlich doof.
    Tradition in Wasserburg ist aber auch das Ratschen in und den vielen schönen Cafes in eurer Stadt.

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  5. Servus Huaba, vielen Dank für dein Kommentar, auch mir sprichst du ein wenig aus der Seele. Meine Meinung ist ja immer die, die Menschen die vom Glauben nichts halten bzw von der Kirche ausgetreten sind die sollten für sämtliche Feiertage an denen sie Dank der katholischen Kirche zuhause bleiben dürfen Überstunden/Urlaub nehmen. Also bitte ich hiermit alle, angesichts der jetzigen Zeit, die noch Gläubigen Menschen wirklich zu respektieren, im Cafe kann man öfter sitzen, die Fronleichnamsprozession findet tatsächlich nur einmal im Jahr statt.

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    1. Da kann ich nur in allen Punkten zustimmen, Huaba und Brigitte. Und die paar Minuten, bis die Prozession vorbei ist, kann man auch mal in Stille verweilen (und von mir aus Nachrichten aufm Händi checken)…

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    2. Manuel Michaelis

      Hierzu sollten Sie allerdings wissen, dass auch die Menschen anderer Konfessionen – also auch Moslems, sowie diejenigen, die aus der Kirche ausgetreten sind, diese finanzieren.
      Und das nicht zu knapp. Aus allgemeinen Steuermitteln werden alle „kirchlichen“ Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser zu fast 100% finanziert. Hinzu kommen die Gehälter aller kirchlichen Würdenträger, sowie Instandhaltung der Liegenschaften. Weiter werden alle Leistungen von Innerer Mission und Karitas im sozialen Bereich von den Bezirken getragen – die Gewinne aber von diesen Organisationen abgeschöpft. Das alles summiert sich auf einen Betrag von jährlich ca. 22-25 Mrd. Euro. Insofern ist Ihr Vorschlag Überstunden/Urlaub aus Dank an die Kirche zu nehmen etwas abwegig.

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      1. Manuel Michaelis

        Was sich hier ja mal wieder nicht erschließt, sind die „Däumchen runter“ Klicker. Gefallen euch die Fakten nicht oder seid ihr stolz, dass ihr wo drauf klicken könnt?

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  6. DeOana+DeAndern=MiaOlle

    Wir leben in einem von chritslichem Glauben und Brauchtum geprägtem Land.
    Hier darf man auch erwarten, dass an diversen christlichen Feiertagen, an denen auch alle Nichtchristen normalerweise arbeitsfrei haben (mit Entgeldeinrechnung, sich an diesem Tag etwas zurücknehmen und den Glauben wenigstens respektieren.

    Was wäre, wenn derjenige, der sich über die Kirche (und deren Brauchtum bei uns) aufregt, in einer andern Region der Welt leben würde ?
    Müsste derjenige dann nicht auch dessen Rituale/Religion/Brauchtümer/Lebensweise/Anschauungen akzeptieren und damit umgehen?

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  7. Mich wundert ja etwas ganz anderes: warum schafft man es, zu Fronleichnam den Rathausvorplatz und die Hofstatt halbwegs auto- und motorradfrei zu halten, währrend eben dies an den restlichen 364 Tagen im Jahr als völlig utopisches Unterfangen gilt?

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  8. Naja die derzeit am schnellsten wachsende Gruppe sind derzeit die nicht gläubigen, also werdet ihr irgendwann uns mehr respektieren müssen. Und Gründe für Feiertage finden wir auch ohne bsp. die jungfräuliche Geburt.

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    1. Fronleichnam hat jetzt meines Wissens nicht wirklich viel mit der „jungfräulichen Geburt“ zu tun. Ich selbst bin auch nicht übertrieben gläubig, nutze aber dankbar den Feiertag für eine Motorradtour. wenn ich aber in die Nähe einer Prozession komme, stelle ich den Motor ab und warte, bis ich nicht mehr störe. Die Prozessionsteilnehmer sind mir dann auch nicht böse, dass ich mich anderweitig vergnüge. Das ist gemeint mit „leben und leben lassen“! Und Leute wie Sie müssen sich Respekt erst noch verdienen, ein so saublöder Kommentar ist da eher suboptimal, um nicht zu sagen kontraproduktiv! Uiih, die Wörter kennen Sie wahrscheinlich nicht,… guckst Du in Duden!
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  9. Machl Schorsch sen.

    Bravo.
    Auch christlich Konservativ darf noch kommentiert werden.

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  10. Sorry aber was’n das für ne dämliche aussage. „Irgendwann werdet ihr uns mehr respektieren müssen „….
    Ich respektiere jeden egal welcher Religion oder Zugehörigkeit. Aber bei manchen Menschen… egal welcher Religion oder Zugehörigkeit… hab ich nur tiefstes Mitleid

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  11. Tja Freiheit, jetzt denk halt moi für a funfal mit, wenn du die Kirche und den Staat zu 100% trennen magst, wieviel Feiertage hast denn dann noch?
    An ersten Mai und was sonst no?
    Einerseits frei haben wollen aber andereseits Kultur und Tradition sowie den Glauben ingnorieren bzw. sogar feindselig gegenüberstehen, des san ma die Besten ehrlich war.
    Es muss keiner gläubig sei, abe vielleicht öfter mal die Klappe halten und die viel gepredigte Toleranz selbst leben.

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    1. Glaubst du nicht auch, das man jeden christlichen Feiertag nicht auch durch einen anderen, weltlichen ersetzen kann? Z.b. Weihnachten durch Wintersonnwende (komisch, das Weihnachten und die Wintersonnwende so nah beieinander liegen, oder?) liegen die beiden , Fronleichnam durch Sommersonnwende, und aus Pfingsten könnte man auch den Noam-Chomsky-Gedenktag machen.

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  12. Schod, dass ma des überhaupt schreibm muss
    Danke Herr Huber

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  13. Respekt ist wichtig für die ganze Gesellschaft, deshalb bin ich der Meinung von Herrn Huber. Von den flüchtenden Menschen wird Respekt vor unserer Kultur gefordert aber uns ist sie egal?

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  14. Das Leben könnt so einfach sein.

    Insgesamt ist ein Feiertag, der aus dem Christentum herausgeht, doch eine Win-Win-Situation für alle. Diejenigen. die gläubige Menschen sind, feiern die Bedeutung des Tages und andere tanken Kraft für neue Arbeitstage. Wo ist das Problem?

    Fronleichnams-Prozessionen in Wasserburg habe ich schon viele miterlebt und ich kann mich nicht daran erinnern, dass es irgendwann zu besonderen Vorkommnissen gekommen wäre, trotzdem werfen die unterschiedlichen Gruppen sich hier Dinge an den Kopf, die nicht sein müssen.

    Da nehme ich auch keinen aus. Warum z.B. soll ich mir von Menschen, die gläubig sind, Respektlosigkeit vorwerfen lassen, weil ich da nicht mitmachen möchte – ich bin übrigens selbst rk, den Schuh ziehe ich mir sicher nicht an.

    Genauso verwerflich finde ich es, wenn nichtgläubige Menschen den Gläubigen ihre Traditionen mies machen, was ebenso dämlich ist.

    Wenn ich mir hier die Kommentare durchlese, so haben – glaube ich – manche auf beiden Seiten noch was zu lernen, u.a. einen respektvollen Umgang miteinander.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es dann noch eine Runde freundlicher wäre.

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