6 : 7 – Ramerbergs Traum ist geplatzt

Ein rechter Torpfosten verhindert den Aufstieg in die Kreisliga

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Die Enttäuschung ist riesengroß. Ramerberg scheiterte am Aufstieg im Elfmeterschießen.Fotos: Renate Drax

Die Enttäuschung ist riesengroß. Ramerberg scheiterte nur ganz knapp im Elfmeterschießen am Aufstieg in die Kreisliga.  Fotos: Renate Drax

Ramerberg – Tränen statt Jubel. Vor einer Stunde verlor der SV Ramerberg sein Finalspiel um den Aufstieg in die Kreisliga gegen den SC Frasdorf im Elfmeterschießen. Es stand nach 120 Minuten Spielzeit in Höslwang vor 750 Zuschauern 2:2 – durch Treffer von Jojo Graf und Tommy Kindlein. Und dann trafen Christian Struß, Andi Niggl, Johannes Zosseder und Basti Möll – es hieß 6:6. Nur mehr der alles entscheidende fünfte Elfmeter. Thomas Berger lief an und traf nur den Innenpfosten. Ein paar Zentimeter fehlten zum siebten Tor. Das schoss dann der SC Frasdorf und lag sich glücklich in den Armen. Das Ramerberger Märchen ist leider ohne Happy End.

Sie haben gemeinsam gekämpft bis zum Umfallen.

Sie haben gemeinsam gekämpft bis zum Umfallen.

Freud und Leid liegen im Fußball nah beieinander – aber bei einem Elfmeterschießen liegt es so nah beisammen, dass es kaum zum Aushalten ist. Persönlich erfahren hat das an diesem Abend vor allem Thomas Berger vom SV Ramerberg. Sein Schuss, bei dem er den Keeper von Frasdorf sogar ins andere Eck geschickt hatte, traf den Innenpfosten und sprang wieder von der Torlinie weg – und nicht eben dahinter. Knapper und bitterer kann man nicht verlieren!

Dabei hatte Ramerberg alles daran gesetzt, dieses Spiel zu gewinnen und den Aufstieg zu schaffen. Bestens eingestellt und motiviert von Coach Jesse Kleiner gelang dem SV kurz vor dem Halbzeitpfiff der so wichtige 1:2 Anschlusstreffer durch Jojo Graf. Waren doch die jungen Außenseiter in der Partie – immerhin ist Frasdorf ja bereits Kreisligist und kämpfte an diesem Abend als klarer Favorit gegen den Abstieg –  ein bisserl zu respektvoll dem Gegner gegenüber gestartet und hatten prompt gleich zwei Treffer kassiert. Stiebler traf bis zur 26. Minute schon zweimal. Umso bedeutender der Anschluss durch das Tor von Graf eigentlich zum allerbesten Zeitpunkt – genau zum Halbzeitpfiff.

Eine starke Partie von Youngster Basti Möll (Nr. 7).

Eine starke Partie von Youngster Basti Möll (Nr. 7).

Aus der Kabine kam Ramerberg sehr couragiert und sofort spürten alle – da geht noch was. Erst hätte Christian Struß schon den Ausgleich besorgen können – doch für ihn übernahm das Tommy Kindlein per Kopf. Es hieß viel umjubelt 2:2. Noch gut zwanzig Minuten blieben Zeit. Die zahlreich angereisten Fans aus Ramerberg – samt Bürgermeister Georg Gäch – feuerten ihr Team an – sangen und trommelten, was das Zeug hielt. Erst langsam schienen die Fans von Frasdorf aufzuwachen und auch hier gab’s ein paar Sprechgesänge. Wie dadurch noch einmal geweckt, prüfte der Kreisligist Mati Artemiak im Ramerberger Tor noch ein ums andere Mal. Dieser parierte bravourös.

Er war seinem Team eine wertvolle Stütze - bei den Elfern hatte er keine Chance: Mati Artemiak, Ramerbergs keeper (rechts).

Er war seinem Team eine wertvolle Stütze – bei den Elfern hatte er keine Chance: Mati Artemiak, Ramerbergs Keeper (rechts).

Als Philipp Fuihl vom SC Frasdorf „gelb-rot“ sah und vom Platz musste, witterte Ramerberg seine Chance. Doch um die Verlängerung kam man nicht herum. Mit ruhigen Worten sprach Jesse Kleiner auf sein junges Team ein, das ebenso wie Frasdorf bereits mit Muskelkrämpfen zu tun hatte. Der schwere, durchnässte Boden forderte seinen Tribut – obwohl der Platz für die Hochwasser-Verhältnisse rundherum in Höslwang wirklich noch in sehr gutem Zustand war.  Ramerbergs Torjäger Jojo Graf hatte die Chance auf die Führung, doch sein Heber ging knapp vorbei. Der noch angeschlagene Torjäger Bench Hölzle wurde ein- und wieder aus- und wieder eingewechselt aus taktischen Gründen. Niemanden hielt es mehr auf den Bänken bei den Auswechselspielern und Funktionären. Aber der Schlusspfiff kam unerbittlich beim Stand von 2:2 nach 120 Minuten. Elfmeterschießen. Mit dem für Ramerberg so traurigen und bitteren Ausgang – siehe oben.

Hier ein paar Eindrücke:

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Er war mutig und schoss den ersten Elfmeter: Christian Struß. Er traf sehr sicher.

Er war mutig und schoss den ersten Elfmeter: Christian Struß. Er traf sehr sicher.

Es hat nicht sollen sein - Thommy Kindlein, Schütze des zweiten Treffers für Ramerberg.

Es hat nicht sollen sein – Thommy Kindlein, Schütze des zweiten Treffers für Ramerberg, verletzte sich auch noch.

Die Spannung war kaum zum Aushalten - das Foto entstand beim Beginn des Elfmeterschießens.

Die Spannung war kaum auszuhalten – das Foto entstand beim Beginn des Elfmeterschießens.

"Super-Team - Super-team" riefen die Fans auch am Ende. Vier mussten die ganze Zeit mit freiem Oberkörper am Spielfeldrand nebeneinander stehen - hatten sie sich doch S V R ! auf ihre Oberkörper geschrieben...

„Super-Team – Super-Team“ riefen die zahlreich angereisten Ramerberger Fans auch noch am Ende. Als Dank für eine Super-Saison. Vier mussten die ganze Zeit nur mit Lederhose bekleidet am Spielfeldrand nebeneinander stehen – hatten sie sich doch S V R ! auf ihre Oberkörper geschrieben…

Die Berge im Rücken - und endlich mal wieder strahlender Sonnenschein bei einem Fußballspiel.

Die Berge im Rücken – und endlich mal wieder strahlender Sonnenschein bei einem Fußballspiel. Kein Wunder, dass 750 Zuschauer nach Höslwang kamen.

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Ein Gedanke zu „6 : 7 – Ramerbergs Traum ist geplatzt

  1. Liebe Fußballer nicht traurig sein, es gibt ein 2014

    Gruß Hans aus Bruchhausen

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