234-Millionen-Euro-Projekt: Tinte ist trocken

Klinik-Neubau: Bürgermeister Michael Kölbl und Dr. Theodor Danzl unterzeichnen historischen Vertrag

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dsc_0441_kWasserburg, Rathaus, 20. Oktober 2016, 9.15 Uhr: Die Tinte unter einem der wichtigsten Verträge in der jüngeren Geschichte der Stadt Wasserburg ist trocken. Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des kbo-Inn-Salzach-Klinikums, und Bürgermeister Michael Kölbl unterzeichneten heute den so genannten Städtebaulichen Vertrag für den Klinik-Neubau in Gabersee – mit derzeit veranschlagten 234 Millionen Euro an Baukosten die größte Einzelbaumaßnahme, die je auf Wasserburger Boden geplant wurde.

 „Mit der Vertragsunterzeichnung haben wir wieder einen wichtigen Schritt in Richtung neues Krankenhaus getan“, so Kölbl. Der Klinikneubau (wir berichteten) sichere nicht nur wichtige Arbeitsplätze, sondern stelle auch zukunftsweisend die Weichen für eine umfassende Gesundheitsvor- und -Fürsorge für die Menschen im ganzen Wasserburger Land.

Nachdem der Stadtrat das Projekt einstimmig abgesegnet hatte, wurde mit der Vertragsunterzeichnung heute eine wichtige juristische Hürde genommen. „Natürlich haben die Juristen des Bezirks Oberbayern, dem Grundstückseigentümer und Zuschussgeber, das gesamte Vertragswerk mit der Stadt eingehend geprüft“, so Dr. Theodor Danzl. Ihn freue es besonders, dass der Stadtratsbeschluss für den Klinik-Neubau einstimmig gewesen sei. „Dass alle Räte dafür waren, zeigt, dass die Bürger der Stadt in breiter Mehrheit für das Projekt sind.“

Mit dem Vertrag könne die Stadt jetzt für Baurecht sorgen: „Was hilft das schönste Geld für den Bau, wenn es kein Baurecht gibt“, so Dr. Danzl weiter. Er wies darauf hin, dass die derzeitigen Baumaßnahmen auf dem Gelände in Gabersee nur indirekt etwas mit dem Klinik-Neubau zu tun hätten. „Da geht es um die Energiezentrale. Dieses Projekt ist aus der Gesamtplanung ausgeklammert und bereits im Vorfeld genehmigt worden. Nicht, dass jemand denkt, wir bauen da schwarz auf dem Gelände herum“, so der Geschäftsführer schmunzelnd.

Auch das Thema „alte Eiche“, das bei den Planungen für Wirbel gesorgt hatte, sprach Dr. Danzl nochmals an. „Ich habe die Diskussion, ob der Baum dem Bau weichen muss oder nicht, durchaus verstanden. Auch wir bedauern die Fällung sehr.“ Technisch sei dies aber nicht anders darstellbar gewesen. Man habe sich jetzt dazu entschlossen, dass sich der Baum quasi selber ein Denkmal setzt. „Wir machen kein Brennholz daraus, sondern aus dem Stamm wird ein Kunstwerk.“ Man habe den bekannten Marquartsteiner Holz-Künstler Andreas Kuhnlein damit beauftragt, eine Idee zu entwickeln. Zudem werde es natürlich Ausgleichsmaßnahmen für die Fällung geben.

Zur Vertragsunterzeichnung war Dr. Danzl heute als Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums ohne den Partner RoMed-Kliniken gekommen. „Den Vertrag mussten wir mit dem Grundstückseigentümer aushandeln. Das ist der Bezirk, den Dr. Danzl vertritt“, so Bürgermeister Kölbl. Natürlich sei man bei den Planungen für den gemeinsamen Klinik-Neubau in allen anderen Bereichen im engsten Kontakt mit den RoMed-Kliniken und dem Landkreis. HC

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„Das ist eine historische Entscheidung“

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