15 ohne Papiere im Reisebus

Bundespolizei nimmt an der Grenze Somalier mit Einreiseverbot fest

Die Bundespolizei hat am Samstag 15 Personen ohne Papiere in einem Reisebus von Neapel nach Warschau festgestellt. In der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden mussten die acht Afrikaner und sieben Syrer aussteigen. Einer von ihnen war bereits mehrfach wegen unerlaubter Einreise in Erscheinung getreten.

Die Bundespolizisten stoppten auf Höhe Kiefersfelden einen Fernbus mit polnischer Zulassung. Für elf Erwachsene und vier Kinder war damit die Reise Richtung Polen beendet. Keine der Personen konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Wie sich herausstellte, handelt es sich bei zwei Somaliern und einem Ghanaer um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an das zuständige Jugendamt übergeben. Die sieben syrischen sowie zwei nigerianischen Staatsangehörigen konnten aufgrund ihres Asylgesuchs an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden.

Zwei Nigerianern wurde die Einreise verweigert, da es ihnen offenbar nicht auf Schutz in Deutschland ankam. Auch ein 19-jähriger Somalier wird das Land schon bald wieder verlassen müssen. Die Bundespolizisten fanden heraus, dass der junge Mann bereits im Mai nach Italien abgeschoben worden war. Daraufhin war ein Einreiseverbot gegen ihn verhängt worden. Aufgrund seines wiederholten Einreiseversuchs wurde der 19-Jährige beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Er sitzt mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Bernau und wartet dort auf seine erneute Übergabe an italienische Behörden.

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