Mit fröhlichem Südtiroler Charme

Herbert Pixner Projekt und Manuel Randi verzaubern Amerang

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Fotos: Renate Drax

Fotos: Renate Drax

Amerang – Zugaben über Zugaben und ein Publikum, dass jubelnden Applaus spendete: Amerang erlebte dank der Sommerkonzerte der Familie von Crailsheim einen unvergesslichen Abend mit dem „Herbert Pixner Projekt“ und dem Ausnahme-Gitarristen Manuel Randi. Höchstes musikalisches Niveau kombiniert mit fröhlichem Südtiroler Charme – das wurde ein paar Stunden lang in die Herzen der Zuhörer gezaubert. In einem Ambiente, das seinesgleichen sucht. Geradezu familiär die Atmosphäre in der – mit Kerzenlicht romantisch beleuchtenden – guten Stube des Schlosses, dem Arkadenhof.

Ein romantisches Erlebnis ist so ein Sommerkonzert auf Schloss Amerang ...

Ein romantisches Erlebnis ist so ein Sommerkonzert auf Schloss Amerang …

Das „ Herbert Pixner Projekt“ – mit Herbert Pixner (steirische Harmonika, Klarinette, Trompete) aus Südtirol, seiner Schwester Heidi an der Harfe und Werner Unterlercher (Bass) aus Osttirol – wird in der Musik- und Kulturszene nördlich und südlich des Alpenhauptkammes als das Aushängeschild für „innovative Volksmusik“ gehandelt. Mit dabei diesmal – und erstmals auf Schloss Amerang: Manuel Randi, einer der bestaussehendsten Meister auf der Gitarre, wie ihn Freund Herbert Pixner ankündigte. „Na und“ heißt die CD vielsagend, um die es hauptsächlich im Programm ging. Kein wirklich neues Programm, meinte Pixner, aber eine neue Reihenfolge … Dem Publikum war das egal – es war begeistert von der fantastischen Vielseitigkeit. Mit einem gespannten Bogen von traditioneller, alpenländischer und internationaler Volksmusik über Eigenkompositionen bis hin zu Blues- und Jazzstandards.

Der Südtiroler Herbert Pixner gilt als einer der kreativsten und vielseitigsten Harmonika-Virtuosen im gesamten Alpenraum. Seit Jahren schon ist er Vorreiter einer neuen Generation von Alpenmusikern. Er hat die Volksmusik verändert, sie wiederbelebt und immer mehr junge Bands spielen seine Stücke nach. Der Bauernsohn aus dem Passeiertal kann sich mittlerweile über ausverkaufte Konzerte im In- und Ausland sowie Auftritte in Rundfunk und Fernsehen freuen.

Eine berührende Reise: Er fühlt seine Musik - Harmonika-Artist Herbert Pixner.

Eine berührende Reise: Er fühlt seine Musik – Harmonika-Artist Herbert Pixner.

Es hat sich herumgesprochen und niemand bleibt unberührt von seiner Musik. Jazzige Leichtigkeit, augenzwinkernde Souveränität und technische Brillanz in seinem Spiel faszinieren Jung und Alt. So auch im Ameranger Schlosshof in einer warmen Sommernacht. Mal ruhig und nachdenklich und romantisch – mal wild und schnell und rebellisch. Mit Heidi an der Harfe und dem 36jährigen Musiklehrer Werner Unterlercher am Bass hat Pixner kongeniale Partner gefunden, die gefühlvoll das mitinterpretieren, was sie zu sagen haben. Ergänzt durch Randissimo Manuel Randi. Sie fühlen ihre Musik. Das Publikum spürt es – nicht nur weil vor allem Pixner und Randi ihre Augen schließen beim Spiel. Gelebte Musik.

Und ein Meister des Gitarrenspiels: Manuel Randi.

Und ein Meister des Gitarrenspiels: Manuel Randi.

Die Geschichten, die der gelernte Tischler und Autodidakt Herbert Pixner (erst mit 16 Jahren hat er sich selbst das Spiel auf der diatonischen Harmonika beigebracht) zwischen den „Schtückln“ in Amerang erzählte, waren fröhlich und durch seinen unverfälschten Dialekt wie eine Hommage an Südtirol. Vier Monate lang arbeitete Pixner Jahr für Jahr als Senner auf einer Alm. Auch davon erzählte seine Musik leise und verträumt. Gar nicht wieder nach Hause wollte das Publikum in Amerang von dieser berührenden Reise…

Hier ein paar Konzert-Impressionen:

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