Seltsame „Spazierfahrt mit dem Nachbarn“

Im Fond des Fahrzeugs saßen sieben Männer aus Syrien

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3Die Bundespolizei Rosenheim hat am gestrigen Dienstag zwei Schleuser hinter Gitter gebracht. Die in Italien lebenden Nachbarn hatten sieben Syrer unerlaubt nach Deutschland befördert. Die Rosenheimer Fahnder kontrollierten die Insassen eines Pkw mit italienischer Zulassung auf Höhe Bad Feilnbach. Lediglich Fahrer und Beifahrer konnten sich ausweisen. Im Fond des Fahrzeugs befanden sich sieben syrische Männer ohne Einreisepapiere. Ersten Ermittlungen zufolge hatten der Rumäne und sein italienischer Freund die Schleuserfahrt über einen Mittelsmann vereinbart. 2.500 Euro hätten sie bei Ankunft in Dänemark erhalten sollen …

Der rumänische Fahrer gab an, nur das Geld vor Augen gehabt zu haben. Er habe gar nicht nachgedacht, ob seine Fahrgäste illegal seien. Sein 43-jähriger Nachbar habe zufällig von der geplanten Tour erfahren und sei spontan mitgekommen. Der Italiener sagte, für ihn sei es lediglich eine Spazierfahrt gewesen. Wenn er dafür Geld bekäme, so wäre ihm das ganz recht.

Ersten Ermittlungen zufolge waren die Syrer im Alter von 20 bis 39 Jahren in Booten mit rund 270 Personen über das Mittelmeer gebracht worden. Dafür hatten sie jeweils rund 1.400 Dollar gezahlt. Für die Weiterfahrt bis nach Dänemark war pro Person ein Betrag von 700 Euro vereinbart worden.

Die Beamten leiteten die sieben Männer an die Aufnahmestelle in München weiter. Beide Schleuser wurden dem Haftrichter vorgeführt. Mittlerweile sitzen sie in Untersuchungshaft.

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