Polizei meldet: Alle Gummibärchen weg …

Unser Wiesn-Blaulicht - Wegen 7,60 Euro Betrugsdelikt gegen zwei junge Männer

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BlaulichtKeine nennenswerten Sicherheitsstörungen auf dem Festgelände und nach Wiesnende in der Innenstadt. Diese Bilanz zieht die Polizei für den gestrigen Mittwoch. Der ein oder andere hatte dennoch unliebsamen Kontakt mit der Polizei. Und ja genau, die Gummibärchen sind alle aus – auf der Wache! Warum? Der Reihe nach: Mächtig Ärger eingehandelt haben sich zwei Burschen wegen 7,60 Euro! Gegen 22 Uhr waren sie in ein Taxi gestiegen und hatten sich in die Pürstlingstraße chauffieren lassen. Dort angekommen sollen sie nach Angaben des Taxifahrers aber ohne zu zahlen …

… in verschiedene Richtungen weggerannt sein. Erst mit Hilfe einer Polizeistreife wurden die beiden dort in einem Haus ausfindig gemacht. Jetzt laufen Ermittlungen wegen eines Betrugsdeliktes gegen die beiden 22 und 23 Jahre alten Männer …

Dass auch Langfinger den Trubel eines Volksfestes gerne nutzen, erfuhr eine jugendliche Prienerin. Sie hatte vor einem Fahrgeschäft ihre Handtasche für kurze Zeit unbeaufsichtigt abgestellt, danach fehlte der 15-Jährigen ihr teures Mobiltelefon, das in der Tasche lag.

Zu Fuß musste eine 63-jährige Besucherin aus Stephanskirchen den Heimweg in der Nacht antreten. Unbekannte hatten ihr das Fahrrad gestohlen, das sie am Nachmittag am Nebeneingang in der Herbststraße abgestellt hatte.

Dass ein Wiesnverbot kein „zahnloser Tiger“ ist, wird ein 17-Jähriger wohl bald zu spüren bekommen. Der junge Mann hatte ein solches Verbot am Montagabend ausgesprochen bekommen, weil er vor einem Fahrgeschäft zwei Mädchen wiederholt rumgeschubst hatte und auch ansonsten sehr aggressiv war. Am gestrigen Abend tauchte der junge Mann dann doch wieder auf dem Herbstfestgelände auf. Nachdem die Wiesnstreife ihn angehalten hatte, um seine Personalien aufzunehmen, lief der 17-Jährige davon. Der Anzeige wegen Hausfriedenbruchs kann er damit aber nicht entkommen, sagt die Polizei.

Und schließlich sorgten die Beamten der Wiesnwache am ersten Familientag in kürzester Zeit noch für mehrere erfolgreiche „Familienzusammenführungen“:

Eine besorgte Mutter vermisste ihre dreijährige Tochter. Als hilfsbereite Besucher das Mädchen gefunden und zur Polizei gebracht hatten, wurde das Mädchen bis zum Eintreffen der überglücklichen Mutter mit Gummibärchen und einem Stofftier „aufgepäppelt“. Auch in zwei weiteren Fällen wurde dafür gesorgt, dass ein Siebenjähriger und ein Vierjähriger von den erleichterten Eltern wieder in Empfang genommen werden konnten. Abends hieß es dann auf der Wiesnwache: die Gummibärchen sind aus!   

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