Lebensgefährliche Flucht in Rosenheim

Eritreer springt in Mangfall-Kanal und muss von Bundespolizei gerettet werden

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Bild_BundespolizeiRosenheim – Zuerst war es ein ganz „normaler“ Sonntag  für die Bundespolizei. Wie immer waren jede Menge ausweislose Personen in den Fernreisezügen aus Italien unterwegs – rund 90 Menschen, die meisten von ihnen stammen aus Afrika. Doch dann wurde der routinemäßige Aufgriff plötzlich eine lebensgefährliche Aktion: Zwei Eritreer versuchten sich der Festnahme durch eine Flucht zu entziehen. Und das ging beinahe ins Auge …

Die Bundespolizisten kontrollierten am Sonntagnachmittag die Fahrgäste eines grenzüberschreitenden Zuges aus Verona. Etwa 30 Personen ohne die erforderlichen Einreisepapiere mussten den Eurocity am Rosenheimer Bahnhof verlassen. Während der Vorbereitungen für den Transport zur Dienststelle lösten sich zwei Eritreer aus der Gruppe und flüchteten in Richtung Innenstadt. Einer von ihnen konnte nach kurzer Verfolgung durch die Beamten gestellt werden. Sein Landsmann hingegen sprang in den Mangfall-Kanal, der an dieser Stelle in eine Schleuse übergeht und durch ein Firmengebäude geleitet wird. Der Eritreer konnte von Bundespolizisten schließlich völlig entkräftet und durchnässt im Schacht einer Turbine auf dem Firmengelände gerettet werden. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde auch er festgenommen.

Der Großteil der insgesamt 86 Aufgegriffenen stammt aus Eritrea und Äthiopien. Weiterhin befanden sich Syrer und Angehörige anderer afrikanischer Staaten unter den Festgestellten. Für die weiteren polizeilichen Maßnahmen wurden die unerlaubt Eingereisten vorübergehend in der Turnhalle der Bundespolizei untergebracht. Die Meisten von ihnen konnten schließlich der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden.

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