Flüchtlingsstrom: Jeden Tag ein Schleuser in Haft!

Jahreswert von 2013 erreicht, der zu 2012 schon um 90 Prozent gestiegen war

image_pdfimage_print

PolizeiRosenheim/Bad Aibling – Mindestens ein Schleuser wird täglich verhaftet – und zwar allein im Bereich der Bundespolizei Rosenheim! Die Bilanz gestern dort für die ersten sieben Monate des Jahres 2014: Im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets im Raum Rosenheim insgesamt bisher rund 4.000 illegale Einreisen. Damit ist der Jahreswert von 2013, der aber schon im Vergleich zu 2012 eine knapp 90-prozentige Steigerung hatte, jetzt bereits überschritten, heißt es am heutigen Mittag ….

Zu den Hauptherkunftsländern der unerlaubt eingereisten Personen zählen gegenwärtig Syrien, Eritrea, Somalia, Afghanistan und Nigeria.

Die Bundespolizei hat heute auf der A 93 einen Türken festgenommen, der im Verdacht steht, vier Syrer und fünf Palästinenser eingeschleust zu haben. Tags zuvor verhafteten die Rosenheimer Polizisten auf der A 8 einen Rumänen. Er wird beschuldigt, fünf syrische Staatsangehörige gegen Bezahlung illegal ins Land gebracht zu haben. Die Polizei: Beide aktuellen Fälle stehen beispielhaft für die aktuelle Entwicklung: Das deutsch-österreichische Grenzgebiet ist der Brennpunkt der Schleusungskriminalität und der unerlaubten Einreisen in die Bundesrepublik.

Am heutigen frühen Freitagmorgen stoppten Zivilfahnder einen Kleinbus auf der Inntalautobahn bei Oberaudorf. Der Wagen wurde von einem 34-jährigen Türken gesteuert. Seine Mitfahrer, sieben Erwachsene und zwei Minderjährige, gaben an, aus Syrien beziehungsweise Palästina zu stammen. Sie konnten sich allerdings nicht ausweisen.

Nicht viel anders stellte sich den Beamten eine Situation am Donnerstag auf der A8 nahe Bad Aibling dar: Ein 42-jähriger Rumäne beförderte mit einem Pkw fünf Syrer im Alter von 20 bis 25 Jahren. Auch sie führten keine Papiere mit. In beiden Fällen berichteten die unerlaubt Eingereisten, dass sie vor einigen Wochen mit einem Boot über das Mittelmeer nach Italien gekommen wären. Für die letzte Schleusungsetappe, die in Mailand ihren Anfang nahm, hätten sie pro Person 700 Euro zahlen müssen.

Die Syrer und Palästinenser konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Anlaufstelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden. Ihre Fahrer werden sich voraussichtlich wegen Einschleusens von Ausländern vor Gericht verantworten müssen. Der Rumäne wurde bereits am Donnerstag auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.