Waldkraiburg wartet auf die „Indians“

Eishockey: „Löwen" müssen zweimal gegen Memmingen ran

image_pdfimage_print

php-fusion-logo1Waldkraiburg – Für den EHC Waldkraiburg geht es Schlag auf Schlag weiter. Am Wochenende stehen für die „Löwen“ die beiden nächsten Topspiele an. Nach der Auswärtspartie am Freitag in Memmingen, geben am Sonntag ab 17.15 Uhr die „Indians“ ihrerseits ihre sportliche Visitenkarte in Waldkraiburg ab. Schon in der Vorrunde ein echter sportlicher Leckerbissen, der inzwischen noch sehenswerter sein dürfte.

Mit Milan Vanek hat der ECDC Memmingen, immerhin amtierender Bayerischer Vizemeister, sich vor kurzem nochmals verstärkt. Der im tschechischen Brüx geborene Vanek stand bisher für die „Ritter Nordhorn“ vom Grafschafter EC auf dem Eis und kam in der Oberliga Nord auf 26 Scorerpunkte (7 Tore).

In Memmingen schnürt er jetzt seit Jahresbeginn die Schlittschuhe und lässt seitdem seine Klasse aufblitzen: In vier Spielen erzielte der 37-Jährige Routinier fünf Tore und bereitet drei weitere Treffer vor. Und neben ihm sicherten sich die Memminger zudem jetzt auch noch die Dienste von Verteidiger Max Piotrowski (Nordhorn) und Stürmer Frank Kozlovsky (Burgau).

Doch nicht nur Vanek und die beiden anderen Neuzugänge stehen für den derzeitigen Höhenflug der „Indians“, die sich am letzten Vorrundenspieltag Platz fünf und damit das sichere Ticket fürs Viertelfinale holten. Der 31-jährige Deutsch-Finne Antti-Jussi Miettinen wurde in der Vorrunde Topscorer mit 40 Punkten (13 Tore) in 24 Spielen, auf Rang zwei lag Anton Pertl, der in der gleichen Anzahl an Spielen elf Tore und 17 Assists beisteuern konnte. Rechtzeitig zur entscheidenden Saisonphase fand auch Kontingentspieler Jordan Baker in die Spur.

Von Verletzungen geschwächt konnte der Kandier zwar erst spät für die „Indians“ auflaufen, in  den 13 Spielen leistete er dann aber dennoch herausragendes und verbuchte acht Tore und 15 Assists. Doch waren es nicht nur Miettinen, Pertl und Baker, die für die beeindruckenden 11 Siege in den letzten 13 Vorrundenspielen verantwortlich zeichneten. Dies lag nicht zuletzt auch an der starken Defensive der Memminger, angeführt von Kapitän Martin Jainz, der seine neunte Saison für die „Indians“ absolviert. Keine Mannschaft ist in Unterzahl besser als der ECDC, in der Vorrunde musste man als Gegner fast eine Viertelstunde Überzahl haben, um nur einen Treffer zu absolvieren. Gerade für die „Löwen“ also, die am letzten Wochenende einige Überzahlgelegenheiten Tor- und damit erfolglos verstreichen ließen, eine weitere knifflige Aufgaben im doppelten Duell mit der Mannschaft von Trainer Erwin Halusa. Der übernahm Mitte November den Posten an der Bande der „Indians“ und führte den Titelaspiranten zunächst zurück in ruhigere Fahrtwasser und dann komplett in die Erfolgsspur.

Ein weiteres Pfund sind die Zuschauer: In kein Stadion kommen mehr Fans, als in das der Schwaben, gut 1200 Zuschauer verfolgen im Schnitt lautstark die Spiele des Vizemeisters. Knapp 100 werden am Freitag zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams aus Waldkraiburg kommen. Ein Fanbus war bereits am letzten Sonntag nach dem 5:4-Sieg der „Löwen“ gegen Lindau gefüllt, mit weiteren privat Anreisenden dürfte zu rechnen sein. In der Vorrunde lieferten sich die Industriestädter und der ECDC bereits zwei heiße Duelle: Ihr Heimspiel gewannen die „Löwen“ 3:2, die Partie endete mit 2:1 ebenfalls denkbar knapp zugunsten der Waldkraiburger.

„Es hört nicht auf“, freute sich im Vorfeld des Spiels lachenden Auges auch Rainer Zerwesz auf die zwei Duelle mit den Memmingern. „Jedes Wochenende gibt es nur noch Topspiele“ so der 46-Jährige weiter. „Memmingen hat eine sehr erfahrene Truppe, die in der Verteidigung richtig gut steht, gleichzeitig aber auch offensiv unglaublich gefährliche Spieler hat. Die werden uns alles abverlangen und wir müssen wieder mal eine Topleistung bringen, wenn wir da bestehen wollen“ weiß Zerwesz vor dem Spiel. Gleichzeitig hofft er, dass auch wieder viele Fans am Sonntag dann zum EHC kommen und die „Löwen“ lautstark unterstützen.

Es sind nämlich wahrlich nur mehr Topspiele, die der Vorrundenmeister zu absolvieren hat, die man sich besser nicht entgehen lassen sollte. Um die wegen des gestiegenen Interesses inzwischen immer häufiger vorhandenen Schlangen zu vermeiden gibt es wie schon in der Vorwoche wieder einen Kartenvorverkauf. Am Donnerstag, 22.01, von 19 – 21 Uhr und am Samstag von 11 – 13 Uhr in der Stadiongaststätte. MG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.