Starbulls: Noch einmal alle Kräfte mobilisieren

Vor der Länderspiel-Pause am Dienstag Auftritt in Dresden

image_pdfimage_print

StarubullsRosenheim – Einmal müssen die Rosenheimer Kufencracks noch ran, bevor sie in die wohlverdiente Länderspiel-Pause gehen können. Am morgigen Dienstagabend um 20 Uhr ist der Anpfiff bei den Dresdner Eislöwen und damit endlich das Ende der englischen Wochen erreicht. Schwer taten sich die Starbulls in den letzten Spielen und man sah ihnen die durch viele Ausfälle und das Mammutprogramm geprägten Strapazen an. In nahezu jedem Spiel musste die Mannschaft von Franz Steer an ihre Grenzen gehen und ausgerechnet im letzten Heimspiel gelang kein Punkterfolg …

… gegen den oberbayerischen Rivalen aus Garmisch- Partenkirchen. An ihre Grenzen sind Gottwald und Co. zwar auch in diesem Spiel gegangen, heraus kam aber dieses Mal, nach immerhin sieben Spielen in Folge, in denen die Innstädter durchwegs punkten konnten, nichts. Zu offensichtlich war dabei auch der Kräfteverschleiß zu sehen. Kaum ein anderes Team sehnt wohl die Länderspiel-Pause so sehr herbei wie die Starbulls.
Aber vor dem Vergnügen kommt bekanntlich immer noch die Arbeit und Kräfteverschleiß hin, Kräfteverschleiß her: Das Dienstagspiel muss noch absolviert werden. Dabei treffen die Oberbayern auf einen seinerseits stark angeschlagenen Gegner. Zuletzt verloren die Eislöwen fünf Partien in Folge und blieben dabei ohne Punkte. Den letzten Sieg feierte die Mannschaft von Thomas Popiesch am 12. Spieltag, mit 3:2 n.V. gegen den EV Landshut.

Dünne Spielerdecke der Dresdener

Seither setzte es für die Sachsen Niederlage auf Niederlage, was diese natürlich in arge Bedrängnis bringt. Momentan belegen sie mit 23 Punkten den 8. Tabellenplatz, spüren aber bereits den Atem der in letzter Zeit stark aufkommenden Heilbronner Falken im Nacken. Ein Erfolg muss also mal wieder her! Nur allzu gerne würden sich die Elbstädter mit einem Sieg über die Deutschland- Cup- Pause hinweg beim eigenen Publikum empfehlen und den Druck ein wenig herausnehmen. Dabei können die Löwen auch seit Samstag wieder auf die Dienste eines ihrer Besten, auf Sami Kaartinen, zurückgreifen. Zusammen mit seinem finnischen Landsmann Tomi Pöllänen bildet dieser eines der torgefährlichsten Duos der Liga. Der sowieso schon sehr dünn besetzte Kader der Sachsen kann Ausfälle daher nur sehr schwer verkraften und so wog die Verletzung von Kaartinen natürlich doppelt schwer.

Aber diese dünne Spielerdecke ist man in Dresden jetzt schon seit einigen Jahren gewohnt. Was vor zwei Jahren noch gut ging und dem Popiesch- Team immerhin eine Play- off- Halbfinalteilnahme einbrachte, mochte aber in den vergangenen beiden Spielzeiten nicht mehr so Recht funktionieren. Regelmäßig musste das Team aus Elbflorenz abreißen lassen und kam grade zum jeweiligen Ende der Saison in arge Bedrängnis. Die Eislöwen sind eine Mannschaft, die über den Kampf ins Spiel findet. Kein Wunder also, dass bei dieser Spielweise die fehlende Kadertiefe ganz besonders am eigenen Kräftehaushalt zehrt. Bewundernswert ist allerdings der Rückhalt der eigenen Fans. In der Zuschauergunst rangieren die Sachsen, trotz des wechselseitigen Erfolgs und der vielen internen Querelen, mit 2647 Besuchern im Schnitt, zusammen mit Bremerhaven an erster Stelle.

Keine leichte Aufgabe

Starbulls Coach Franz Steer weiß natürlich um die Schwere der Aufgabe, hatten doch die Eislöwen bereits das erste Duell mit 6:3 in Rosenheim gewinnen können. Auch bei diesem letzten Spiel vor der Pause wird Steer noch auf einen Einsatz von Shawn Weller und Kim Stall verzichten. Beide Akteure sollen ihren Trainingsrückstand in der Pause erst einmal aufholen, ein Grund für vorzeitige Schnellschüsse besteht nicht. Gut stehen sie da, Rosenheims Eishockeyspieler, belegen immerhin den 2. Tabellenplatz in der DEL2 und damit weit besser als im Vorfeld der Saison prognostiziert. Um den Zustand seiner Mannschaft wissend, schlug der Rosenheimer Übungsleiter auch für ihn ungewohnt leise Töne an, grade was die Fehlerquote seiner Verteidiger betraf. Er weiß nur zu genau: Kraft und Konzentration arbeiten Hand in Hand. Einmal noch durchhalten – die Pause naht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.