Basketball-Bundesliga: Derby in Wasserburg

Basketball-Damen vom DJK Brose Bamberg kommen

image_pdfimage_print

basketballTabellenletzter gegen Tabellenersten und noch dazu ein Heimspiel, das klingt auf den ersten Augenblick einfach. Ist es aber nicht. Wenn am kommenden Samstag um 18.30 Uhr die Basketball-Damen vom DJK Brose Bamberg in der Wasserburger Badria-Halle zum Derby antreten, kann man sich auf eine spannende Begegnung gefasst machen. Dreimal sind die bayerischen Kontrahenten in der laufenden Ligasaison bereits aufeinander getroffen. Dreimal gewann der TSV Wasserburg. Vor allem im Hinspiel konnte das Team von Trainer Bastian Wernthaler den Fränkinnen eine herbe Niederlage zufügen. Bei dem Kantersieg von 89:38 war das Team von Ulf Schabacker hoffnungslos unterlegen.

Dass sich nun in Wasserburg so ein Spiel wiederholt, wollen die Brose Bamberg auf keinen Fall zulassen. Die noch im Hinspiel verletzte Taleya Mayberry ist diesmal wieder mit von der Partie. Sie gehört mit bisher 259 Punkten in der laufenden Saison zu den erfolgreichsten Scorern der Bundesliga. Ebenso brandgefährlich erscheint die Bulgarin Radoslava Bachvarova, die erst in dieser Saison zu den Brose kam und seitdem erfolgreich zum Bamberger Punktekonto beiträgt. Zusammen mit Alina Hartmann gelang es der fränkischen Offense zunehmend an Qualität zu gewinnen. Die letzten zwei Liga-Begegnungen konnten die Bambergerinnen für sich entscheiden. Und das ist nicht nur gut für das eigene Selbstvertrauen, sondern auch die beste Grundlage dafür, wenn man auch beim deutschen Meister eine gute Vorstellung abgeben will.

„Bamberg hat in den letzten Partien enorm angezogen, sodass sie auch wieder gute Chancen auf den Klassenerhalt haben“, schätzt Wasserburgs Coach Bastian Wernthaler den Kontrahenten ein. „Wir müssen auf alle Fälle voll bei der Sache sein und konsequent verteidigen.“

Wasserburgs Damen hingegen möchten nicht nur ihre Siegesserie fortsetzen und die Tabellenführung weiter ausbauen. Es geht auch darum, vor heimischem Publikum in dieser Saison weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Gäbe es da nicht noch ein paar Fragezeichen. Und die befinden sich ausgerechnet auf der so wichtigen Center-Position. Während Wasserburgs tragender Säule Emma Cannon in den vergangenen Wochen immer wieder das Knie zu schaffen machte und sie wiederholt kurzzeitig pausieren und in physiotherapeutische Behandlung musste, ist für die langzeitverletzte Anita Teilane noch immer keine dauerhafte Vertretung gefunden. Zwar konnte der TSV Wasserburg mit der Bulgarin Vera Perostiyska eine erfahrene und hochklassige Spielerin verpflichten. Wie der Trainer aber nun mitteilte, plagen die 1,95 Meter große Spielerin Muskelprobleme im Bereich der Achillessehne, sodass sie am kommenden Samstag pausieren muss. Coach Wernthaler hofft aber, dass sie im Spiel gegen Freiburg wieder aufs Parkett kann.

Er muss sich also effektiv aus dem restlichen Kader bedienen um diese Partie sicher über die Zeit zu bringen. Dass jetzt gegen Ende der Vorrunde auch die andren Clubs anziehen, hat sich beim letzten Auswärtsspiel des TSV Wasserburg gegen den Tabellen-Zehnten gezeigt. Nur mit viel Glück und einem äußerst knappen Sieg (75:74) konnten die Damen vom Inn die Punkte aus Oberhausen mit nach Hause nehmen.

Zum bayerischen Derby haben sich die Verantwortlichen für die Besucher noch ein paar Schmankerl einfallen lassen. Sponsor Bauer hat den Samstagabend zum großen Sponsorentag erklärt und wird die Gäste in der Badriahalle mit leckeren Joghurts verwöhnen. Und in der angrenzenden Gaststätte „Badeanstalt“ gibt’s an diesem Tag extra Schweinsbraten auf der Speisekarte. MJV

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.