Schon mit Leonard Bernstein auf der Bühne

Amerang: Christoph Soldan kommt mit Kammersolisten

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soldan_schlesische_kammersolisten_gAmerang – „Ich bin beeindruckt von der seelischen Größe dieses jungen Musikers.“ Kein Geringerer als der weltberühmte Dirigent Leonard Bernstein sagte das 1986 über Christoph Soldan. Dieser ist zusammen mit den Schlesischen Kammersolisten am Samstag, 6. Juli, um 20 Uhr auf Schloss Amerang zu Gast. Das Thema des Abends: „Klassik trifft Pop“. Werke v. F. Schubert („Forellenquintett“), ABBA, Queen und viele mehr warten auf das Publikum.

Was entsteht, wenn ein klassischer Musiker Hits aus den 60er Jahren für sein eigenes Kammerensemble in einzigartiger Weise arrangiert? Äußerst liebevolle Stücke, in denen der Zuhörer sowohl die Pop-Ohrwürmer als auch große klassische Musik wiedererkennt! Auf dem Programm stehen neben zahlreichen klassischen Werken auch diese Arrangements des Primarius. Es musizieren Dariusz Zboch, Jakub Łysik, Jarosław Marzec, Katarzyna Biedrowska, Krzysztof Korzeń. Am Klavier: Christoph Soldan.

Christoph Soldan Soldan studierte bei Prof. Eliza Hansen und Christoph Eschenbach an der Hamburger Musikhochschule. Der Durchbruch zu einer regen, internationalen Konzerttätigkeit gelang durch eine gemeinsame Tournee mit Leonard Bernstein im Sommer 1989. Seitdem hat Soldan innerhalb zahlreicher Tourneen mit namhaften Orchestern in ganz Europa konzertiert. Eine Tournee mit Klavierabenden führte ihn im Oktober 1997 nach Mexico und in weitere Länder Mittelamerikas. Im August 1998 gab er sein Debut in Salzburg und im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, im Mai 1999 im Leipziger Gewandhaus. Im März 2000 folgten drei Klavierabende in Japan. Rundfunk- und Fernsehproduktionen beim Hessischen Rundfunk, dem Deutschlandfunk, bei SWR, ORF und ZDF. Der Bayerische Rundfunk zeichnete seinen Klavierabend in der Münchner Residenz im Oktober 1998 und sein Konzert in den Musiktagen Bad Brückenau im Mai 1999 live auf. Weitere Live- Mitschnitte bei Radio Bremen und dem Bayerischen Rundfunk im Sommer 2002.

Von 1996 bis 2006 spielte Christoph Soldan sämtliche Klavierkonzerte Mozarts zusammen mit Cappella Istropolitana, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und der Schlesischen Kammerphilharmonie Kattowitz ein. Der Konzertzyklus wurde im Januar 2006 mit den Klavierkonzerten für 2 und 3 Klaviere abgeschlossen. Das Pas de Deux für Tanz und Klavier – „Momente eines Lebens“ – entwickelte er zusammen mit seiner Frau, der Tänzerin und Choreographin Stefanie Goes. Dieses abendfüllende Bühnenwerk erlebte im Mai 2000 seine Premiere in Stuttgart.

SoltanSeit dem Jahr 2000 arbeitet Christoph Soldan regelmäßig mit dem Schriftsteller Peter Härtling zusammen, mit dem er gemeinsam Lesekonzerte aufführt. Im Frühjahr 2001 Klavierabende in Hamburg und Berlin sowie Konzerte im Rahmen des Prager Frühlings und mit der Baden- Badener Philharmonie. Im September 2002 Live – Einspielungen im Augsburger Mozartsommer und im Kloster Maulbronn. Im Januar 2004 Premiere des neuen Tanzstücks „Etwas von Menschen und Engeln“, anschließende Tournee durch Südafrika.

Seit 2007 arbeitet er auch als Dirigent im Zusammenhang mit der Aufführung der Klavierkonzerte Bachs und Mozarts. Aktuell stehen Klavierabende, Lesekonzerte, Konzerte für Kinder, drei Tourneen mit insgesamt fünf Klavierkonzerten Mozarts und Brahms Klavierquintett opus 34 sowie Tanzprojekte auf dem Spielplan. 1994 gründete Christoph Soldan ein Kammermusikfestival im Hohenloher Land: die Schubertiade auf Schloß Dörzbach. 2007 eröffnete er zusammen mit seiner Frau ein eigenes Theater in Dörzbach an der Jagst, in dem diese Konzertreihe seitdem fortgesetzt wird. Die Deutsche Presse beschreibt Christoph Soldan als eine Künstlerpersönlichkeit, die sich im Gegensatz zu einer rein technisch- virtuosen Ausrichtung mit der geistigen Dichte und der seelischen Dimension eines Kunstwerkes auseinandersetzt. Dieser Anspruch an die Musik und an sich selbst ist heutzutage recht selten geworden…

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