Musiktheater-Juni

BELACQUA: „The Black Rider“, „Alice“ und „Woyzeck“ im Paket

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belacqua_woyzeck2_flamm_6102011 hatte „The Black Rider” in Wasserburg Premiere, 2012 „Alice”, 2013 „Woyzeck”. Damit hat Regisseur Uwe Bertram alle drei Waits/Wilson-Produktionen in direkter Folge inszeniert. Das ist bislang einzigartig im deutschsprachigen Theaterraum. Vollendet wurde die „Trilogie der Zauberstückchen”, wie Egbert Tholl in seiner Kritik vom 30. Januar 2013 in der SZ schrieb, „mit traumhaft suggestivem Musiktheater”.

Was so mit „Woyzeck“ seine Erfüllung fand, hatte 2011 mit „The Black Rider“ begonnen. Seither schraubten Theaterleiter und Regisseur Uwe Bertram und der musikalische Leiter Georg Karger an einer gemeinsamen Übersetzung der Waits-typischen Stimmung und Kraft. Für Uwe Bertram war vor allem die Suche danach interessant, was die Macher Tom Waits und Robert Wilson dazu bewogen haben könnte, genau diese drei Stücke zu machen. Gemeinsam mit Dramaturgen und dem Ensemble fand er ein übergreifendes Thema: Eigenverantwortung. Drei Stücke, drei Individuen, eine Fragestellung: Wer ist für das eigene Handeln verantwortlich? Ein Gott oder ein Teufel, die Gesellschaft, Umstände? Kann man tun, was man will, weil man ja eh nicht anders kann? Töten zum Beispiel? Man ist ja gar nicht selbst schuld. Oder?

Aus diesen Fragestellungen heraus entstanden Welten, die schon für die Jury der 30. Bayerischen Theatertage in Augsburg den Ausschlag für einen Preis gegeben haben. Da war es die Welt von „The Black Rider“, die sich die Jury „in keinem Detail anders vorstellen“ wollte. Dann kam „Alice“: eine Welt aus Phantasie und Obsession, der Kosmos von „Alice im Wunderland“-Autor Lewis Carroll. Im Sinne dieses Autors entsteht laut Kritiker Rainer W. Janka eine „Odyssee durch Träume und Nonsens“, mit einer Musik, die mit „liebender Hingabe und fiebrig-intensiver Genauigkeit“ gespielt wird. Und bei „Woyzeck” setzt sich das fort, wie im Kulturteil des Oberbayerischen Volksblatts zu lesen ist: „Die Schauspieler sprechen den Büchner-Text, bedingt auch durch die Mikrofone, grausam gestanzt, geradezu tödlich genau artikuliert und in didaktischer Langsamkeit. So wächst diesem (…) eine bedrohliche Wahrheit zu … .“

Wie außerdem in der SZ zu lesen ist: „Die Band ist fabelhaft, sie hat hier schon öfters gespielt, in traumwandlerischer Präzision.” Nun kommen alle drei Stücke am Stück zurück: „The Black Rider” wird am Freitag, 7., sowie am Sonntag, 9. Juni, gezeigt, „Alice” am Freitag, 21. sowie am Sonntag, 23. Juni, „Woyzeck” am Freitag, 28., sowie am Sonntag, 30. Juni. Die Vorstellungen beginnen alle um 20 Uhr. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, Karten im Vorverkauf zu bestellen, gibt es unter www.belacqua.de.

Wer zu allen drei Produktionen kommt, erhält einen Paket-Preis von 60 Euro, ermäßigt 30 Euro. Die Einzelveranstaltung kostet 24 Euro, ermäßigt 14. Karten sind außerdem in allen Filialen der Sparkasse Wasserburg, in der Buchhandlung Fabula in Wasserburg, im Kroiss Ticketcenter in Rosenheim, in der Buchhandlung Cortolezis Bad Aibling, beim Traunreuter Anzeiger, beim Kulturpunkt in Isen und bei TUI Travelstar RT-Reisen Ebersberg erhältlich.

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Fotos: Christian Flamm

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