Vo da Katl bis zum Tobi – vui Applaus!

„Neurosenheimer“ erobern Pfaffing im Sturm - Odlbanzn-Blues und Yoga-Jodler

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Foto 6Kennan Sie den Odlbanzn-Blues oda an Yoga-Jodler? Schod, weil dann haben Sie es wohl verpasst – das Konzert der Kunst in der Filzen mit den Neurosenheimern. Und fröhliche, unbeschwerte Stunden im voll besetzten Pfaffinger Gemeindesaal haben S’ gleich mit verpasst. Schnell haben sich die vier Multiinstrumentalisten in die Herzen des Publikums gesungen und gespielt. Mit lokalem Bezug – „i denk mia oiwei, de B15, des is de Route 66 bei uns, dann fahrt ma do ganz lässig und ohne Stress“ Und äußerst kreativ ist das charmante Quartett zudem: Sowohl was das Komponieren und Texten, aber auch die Betitelung der Stücke betrifft …

Zum Nachspielen eignet sich vielleicht nicht jedes Stück – zum Nachdenken jedoch bringen sie dafür aber alle. Wortwitz gepaart mit Landler und Blues, Yoga und Jodler. Die Stilfrage ist recht flexibel und genau das macht das Quartett so sympathisch. Die Neurosenheimer wollen in keine Schublade passen – es ist weder neue, noch alte Volksmusik. Kabarett ist es auch nicht nur – es ist vor allem etwas Besonderes. Und immer wieder sehr Lustiges.

Zum geflügelten Wort an dem Abend wurde beispielsweise „Du, weilst grod stähst …“ – aber das jetzt genauer auszuführen, würde den Rahmen dieses Artikels scho a weng sprengen …

Katl Zellner, Marita Gschwandtner, Katrin Stadler und Tobi Hegemann (auf unserem Foto von links) machen hausgemachte, unverstärkte und ehrliche Musik mit bairischen Texten – und rechnen no oiwei manchmoi heimlich ois in D-Mark um.

Sie blasen in Quer- und andere Flöten – vor allem mit der Nase in Nasenflöten – dann noch in Klarinetten, Tuba und den Waggerl, eine liebgewonnene Melodika. Zusätzlich zupfen und schlagen sie Gitarre, Kontrabass, Hackbrett und Cajon.

Das Pfaffinger Publikum sang eifrig mit und klatschte begeistert –  und wollte nach einem langen, schönen Abend noch gar ned „Pfia di“ sogn. Dabei ham de Neurosenheimer des laut und stark gsunga – in eanam Liadl: „Gäh, sog doch einfach pfia di!“

Foto: Renate Drax

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