Thal in Feierlaune

Gelungener Auftakt von „3 Tage Thal“

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IMG_0203Soyen/Wasserburg – Freunde treffen, Filme schaun und feiern – das ist dieses Wochenende in Thal bei Soyen angesagt. Am Freitag fand dort der Auftakt zum Festival „3 Tage Thal“ statt. Endlich lang herbeigesehnt: Open Air.

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Los ging es schon am frühen Abend. Bei fortgeschrittener Dämmerung zeigte das Team vom Wasserburger Kino Utopia den Film „Bar 25“ auf der Freiluftleinwand. Das Publikum machte es sich dazu im Biergarten auf dem Areal gemütlich und ließ sich von der Dokumentation in das schrille Nachtleben Berlins entführen.

Danach hieß es: selber abtanzen. Die DJs der „Tanzbude Elektra“ sorgten für den passenden Elektro-Sound, so dass auf der Wiese vor dem DJ-Pult bald richtig die Post abging. Zur Stärkung gab es Flüssiges und leckere Schmankerl, und wem vom Tanzen nicht warm genug wurde, konnte sich am Lagerfeuer aufwärmen. So ließ es sich bis spät in der Nacht gut aushalten.

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„3 Tage Thal“ ist eine Veranstaltung vom Laden in Thal und dem Kino Utopia. Auch heute und morgen ist dort noch einiges geboten. Hier das weitere Programm:

Samstag:

14 Uhr, Kaffee & Kuchen.

15 Uhr, Immer gut aufgelegt. Die aus dem Wasserburger Land stammende Musikgruppe “Immer gut aufgelegt” spielt in wechselnden Besetzungen vom Gitarrenduo bis zur fünfköpfigen Saitenmusik rassige alpenländische Musikstücke überwiegend aus dem benachbarten Tiroler Unterland und Südtirol. Außerdem gehören auch eigene Kompositionen zum Repertoire.

17 Uhr, John Elbow. Die Wasserburger Band John Elbow versetzt durch (meist) tanzbaren Indie-Rock das Publikum in Bewegung. Immer Autentisch, immer mit ganzem Herzblut und immer (auch für Indie-Kenner) für eine Überraschung gut.

18.30 Uhr, Jeremiah`s Life & Death Blues Orchestra. Nach einem sehr harten Winter mit Lungenentzündungen, Motorradunfällen und tragischen Frauengeschichten entstand das Orchester im Frühling, 2012, in einer verlassenen, zerfallenen Brauerei in der Bayrischen Wüste. Zur Musik sagt der Chef selbst es handle sich um “Filthy, dirty, rust-coloured, punk blues”. Es wird gesungen, geschrien, geflüstert, gezupft und gehauen über Leben & Tod, Paradies & Hoelle, Gut & Böse, Gott & Teufel, Liebe & Hass.

21 Uhr, Kofelgschroa. Einfach anders ist sie, die Musik von „Kofelgschroa“. Sie geben mit treibendem Bass, einer Flut von Mollakkorden und sich rauschhaft wiederholenden Elementen ihre ganz eigene Sichtweise in Sachen Tradition zum Besten, unverstärkt und mit dem Charme des Improvisierten. Das „Kofelgschroa“ – das ist Oberland und Underground, eine musikalische Ursuppe zwischen dem Existentialismus des Montmatre und der Lebensfreude Südosteuropas…

23 Uhr, Natalie Flanders, Indie / Punk / Rock.Irgendwo zwischen SHELLAC auf Speed und KURT haben diese drei Herren aus dem bayerischen Wasserburg/Rosenheim (nicht Springfield) in den letzten 15 Jahren Bandgeschichte ihr Zuhause gefunden. Dabei seien ihre Songs im Laufe der Jahre immer kürzer geworden, weil sie sich laut eigener Aussage lange Stücke nicht mehr merken konnten. In den dadurch kürzeren Abhandlungen bekommt man die gehobene Riffschule des punkigen Noiserocks zu hören, wobei das nur leicht gesungene Gebrüll im vielen Gitarrenkrach ziemlich untergeht, was dem Gesamtprodukt aber keinen Abbruch tut. Sieht man mal über das Alter der Band hinweg, könnte man meinen, ein Punkprojekt von jungen amerikanischen Kunst- oder Philosophiestudenten vor sich zu haben, jetzt wissen wir zumindest, von wem diese sich den Brillen- und Bärte-Schick abgucken.

Sonntag:

21 Uhr, Kino, Silver Linings, USA 2012. Diese romantische Komödie ist ein hübsches, kleines Wunder, denn hier geht es um ein Thema, das eigentlich weder romantisch noch komisch ist: Der Held ist manisch-depressiv. Bradley Cooper spielt diesen Pat, der mehr und stärkere Gefühle hat, als ein Mensch vertragen kann. Als er nach einem längeren Klinikaufenthalt plötzlich wieder bei seinen Eltern landet, beginnt für ihn ein neues Leben

 

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