Geprägt von Hetze und Hoffnung

Die Grünen zeigen im Wasserburger Kino den Film „Fremd"

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FremdWasserburg – Der Film „Fremd“ läuft am Montag, 24. Februar, im Wasserburger Kino – in Zusammenarbeit mit dem Ortsverband der Grünen. Er zeigt das Leben eines malischen Migranten, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Vom Leben als jahrelanger Reisender und vom Überleben in der Fremde.  Der Dokumentarfilm beschreibt den von der Not diktierten Aufbruch eines jungen Maliers nach Europa. Seit zweieinhalb Jahren ist er unterwegs in eine Welt, in der er nie leben wollte.

Siehe auch unseren Kommentar unter „Des moanan mia“ – „Fremdes ganz nah“.

Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg von Westafrika über Algerien und Marokko nach Europa.

Regisseurin Miriam Faßbender beschreibt ihre Beweggründe für die Entstehung des Films wie folgt: „Je näher ich die jungen Männer und Frauen auf ihrer Odyssee vor Europa kennenlernte, desto dringender verspürte ich den Wunsch, ihnen, die in unsrer politischen Sprache meistens nur als anonyme Masse auftauchen, vor der es sich zu schützen gilt, ein Gesicht zu verleihen. Ich will sie in FREMD als Individuen wahrnehmbar werden lassen und ihnen die Möglichkeit geben, für sich selbst zu sprechen.“

Dabei bewundert die Regisseurin die ihr anfangs fremden Migranten für ihre Konsequenz und ihren unbedingten Willen einen Kontinent erreichen zu wollen, den sie nur schemenhaft kannten: Diese Bereitschaft zu einem kompletten Bruch mit ihrem bisherigen Leben machte mich neugierig. Als mir bewusst wurde, unter welchen Umständen sie in ihren Ländern leben, welcher Trostlosigkeit und Restriktion sie sich häufig gegenübersehen, verstand ich, dass für sie ein Leben, selbst mit den einfachsten Wünschen in ihren Heimatländern unmöglich ist.“

Denn wie kann man sich selbst verwirklichen, auf Bildung, Rechtsstaatlichkeit, und persönliche Freiheit hoffen, wenn man jeden Tag erneut ums Überleben kämpfen muss? Wenn man keinen Cent in der Tasche hat? Wenn man sich fremd fühlt im eigenen Land? „Die drangsalierten, durstigen, aber immer noch ungebrochenen Migranten an provisorischen Orten, in Wäldern versteckt wiederzutreffen, gab mir das Gefühl, sie seien verloren und ihre Reise brächte sie eher weiter von sich weg als näher zu sich selbst.“

FREMD ist eine Geschichte über Menschen auf Reisen, auf der Suche nach einem anderen Leben. Eine Reflexion über den Verlust von Zeit und das Scheitern.

Das Programm der nächsten Tage

Mittwoch

15 UHR Vaterfreuden

15.30 UHR… und Äktschn!

17.45 UHR Vaterfreuden

18.00 UHR… und Äktschn!

20.15 UHR Vaterfreuden

20.30 UHR… und Äktschn!

Donnerstag

18.00 UHR… und Äktschn!

18.15 UHR Le Weekend

20.15 UHR… und Äktschn!

20.30 UHR Vaterfreuden

Freitag

15.15 UHR Auf dem Weg zur Schule

15.30 UHR Vaterfreuden

18.00 UHR… und Äktschn!

18.15 UHR Le Weekend

20.15 UHR… und Äktschn!

20.30 UHR Vaterfreuden

22.30 UHR Bethlehem

22.45 UHR Vaterfreuden

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