Eine blaue Stunde wie in Paris

Schranne am Freitag: Hommage an die Belle Epoque des Jazz

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schranne1_kParis, zur Stunde, da die großen Künstler wie Edith Piaf, Django Reinhardt oder Francy Boland nachts nach ihren Konzerten den kleinen Straßencafés die Ehre erwiesen, um noch gemeinsam zu „jammen“. Die Ausnahmetalente trafen auf Exilmusiker und in den berauschenden Sessions entstanden Improvisationen mit Einflüssen aus der ganzen Welt. Chansons mischten sich mit Folklore, Cool Jazz, BeBop und Swing. All das war zu hören im Café Bleu – in der Schranne am Freitag, 15. November, 19.30 Uhr. 

Im Trio ohne Bass erwecken die jungen Künstler Leonhard Kuhn, Matthieu Bordenave und Jay Lateef, den Geist dieser Tage zum Leben.

Dabei geht es keineswegs um das Nachspielen französischer Nachkriegsmusik, sondern Melodien aus Chansons und Folklore werden zeitgenössisch interpretiert und mit modernem Jazz, improvisierter Musik und elektronischen Klängen verbunden. Le Café Bleu International: Eine Hommage an die Belle Epoque des europäischen Jazz!

Das aktuelle Programm widmet sich der Sängerin Édith Piaf. Ihre bekannten Chansons wie „La vie en rose“ oder „Hymne à l’amour“ bilden die Basis für die mal melancholischen, mal stürmischen Improvisationen und eröffnen dem Chanson-Fan wie dem Rockmusiker so neue Einblicke.

Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn gegen 20.00 Uhr  Kartenvorverkauf nur in der Schranne, Telefon 08071-921070 

Und das sind die Künstler: Matthieu Bordenave, saxschranne2

Matthieu Bordenave, französischer Jazzsaxophonist, studierte am Nationalkonservatorium von Paris; dort hatte er in Workshops Gelegenheit u.a. mit Chris Potter, Marc Johnson, Enrico Rava, Paolo Fresu und Joey Baron zu arbeiten. Er erhielt auch mehrere Jahre lang Unterricht im Fach Bassklarinette mit Jean-Marc Volta (Solo-Klarinette im Orchestre National de France)und Philippe-Olivier Deveaux (Solo-Klarinette im Orchestre de Paris). In unterschiedlichen Besetzungen als Sideman und Bandleader trat er in Jazzfestivals in Frankreich auf (Jazz in Marciac, Festival d..Enghein, Festival de Capbreton) und in den Pariser Jazzclubs (Sunset, Sunside, Sept Lézards). Seit 2008 lebt er in München und besucht die Klasse von Prof. Leszek Zadlo an der Musikhochschule München. Dort spielt er regelmäßig auf den großen Bühnen wie Unterfahrt, Jazzbar Vogler, Theater am Gärtnerplatz, Philharmonie mit u.a. Peter O´Mara, Hernning Sieverts, Geoff Goodman, Johannes Faber, Claus Reichstaller, Claus Raible.

„…. Mit seinem differenzierten nuancenreichen Spiel gehört Matthieu Bordenave einer neuen Generation von Jazzmusikern an, die in der Improvisation auf effektheischende Momente bewußt verzichten und einen großen Anspruch in ihrem Spiel erkennen lassen. Tieferer Gehalt ersetzt die Oberfläche, für eine Zuhörerschaft, die die Musik mehr mit den Ohren als mit den Augen wahrnimmt.“ Franck Bergerot in Jazzman.

schranne3Jay Lateef, dr

Jay Lateef studierte in München, Boston und New York City. Er lebte lange Zeit in New York, wo er Unterricht bei alten Meistern wie Roy Haynes, Charli Persip, Billy Hart, so wie vielen jungen aufstrebenden Musikern, genoss. Jay war über Jahre hinweg der einzige Schüler von Jazz-Legende Ben Dixon. Dieser gab sein ganzes Wissen über das Schlagzeugspiel, das Musikbusiness, sowie all seine Lebenserfahrung als Musiker in New York City an Jay Lateef weiter.

Zusätzlich erhielt Jay Unterricht in Afro-Cuban Percussion und Drum Set von Johnny Almendra. Jay Lateef war ein festes Mitglied von Louis Bauzon´s Harbor Latin Big Band und spielte u.a. mit Musikern des Tito Puente Orchestra, Spanish Harlem Orchestra, Machito Orchestra oder dem Lincoln Center Afro-Cuban Jazz Orchestra.

Im Laufe seiner Karriere bereiste Jay Lateef für Konzerte, Workshops, Produktionen und Tourneen nahezu alle Kontinente der Erde.

Neben Künstlern wie Tony Malaby, Chris Lightcap, Patrice Blanchard, Freddie Bryant, George Delgado oder José Madera, arbeitete Jay Lateef mit den Münchner Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Théâtre National du Luxembourg zusammen. Jay ist fester Bestandteil von Gregor Huebner´s New York Lounge, Leszek Zadlo´s European Ensemble und Jérôme Goldschmidt´s NYC Drum Workshop. Er spielte mit Klaus Doldinger, Hector Martingon, Richie Beirach, Roy Hargrove und vielen mehr.

Leonhard Kuhn, git., electr.schranne4

Der Jazzgitarrist Leonhard Kuhn, hat bei Peter O´Mara an der Musikhochschule München studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Stets vom traditionellen Jazz fasziniert, ist er auch Mitglied verschiedener, experimenteller Jazzformationen. Darüber hinaus ist Leonhard Kuhn erfolgreich als Dirigent und Komponist für Bigband. Außerdem weist er Erfahrungen in Popmusik als Gitarrist und Songwriter auf. Der vielseitige Musiker experimentiert auch im Bereich elektronischer Musik. Die ersten musikalischen Schritte in einer professionellen Bigband unternahm Leonhard Kuhn im Landes-Jugend-Jazz-Orchester Niedersachsen. Mit dem Matthias Lindermayr Quartett belegte er beim Biberacher Jazzpreis 2012 den ersten Platz.

Bei Le Café Bleu International erweitert er die E-Gitarre um einen Computer, und erweitert die Klangwelten gelegentlich auch um electronische Sounds.

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