… so tickt da Biathlon!

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAMa soi’s ja ned moana, aba es gibt vui Leid, de san richtig weit entfernt vo jeda Begeisterung und vor allem Verständnis dafür, wenn’s um de Franzi Preuß – 20 Jahre jung aus Albaching – und ihre Erfolge im Biathlon auf dieser Welt gät. Und ziemlich erstaunt san, warum do gestern so a Hype entstät über an zwoaten Platz. Dabei muas ma eigentlich nur oans vasteh: Biathlon zählt zu de Hammer-Sportarten, ums moi drastisch auszudrücken, de da Wintersport und da Sport übahaupts bieten ko. Wenn ma guad laffa ko, lafft ma. Langlauf oda 100 Mäta oder glei 5000 Mäta oder über de Hürden. Wenn ma guad schiaßn ko …

… schiaßt ma im Wettbewerb. Fertig. Wenn ma guad laffa, guad springa, guad werfa ko, dann werd ma vielleicht Zehnkämpfer – aba aa imma ois schee hintereinand absolvierend!

Aba se vaausgaben beim Laffa auf de Schi, ois gem, schnaufa, kurz vorm Umkippen und dann an den Schiaßstand kemma, de Nerven total im Griff ham, s’Gwahr ruhig hoitn und möglichst schnell des Ziel treffa – egal ob’s stürmt, dass da de Haum obaziagt oda schneit, dass’d gar nix mehr siegst! Des is einfach grundsätzlich wos anders, ois 100 Mäta laffa im strömenden Regen oda vo da Schanz springa und a weng späda in da Loipn renna wia de Kombinierer, wos natürlich aa a Superleistung is ganz grundsätzlich.

Da unterscheidet se da Biathlon einfach. Do gäts um die ungewöhnliche Wechsel-Kombination, vo da absolut größten Schnelligkeit zur absolut größten Ruhe und Konzentration und wieda zruck. Und genau so is a Millionen-Publikum für a vermeintliche Randsportart zu erklären. Ohne natürlich jede Läufer-Leistung irgendwia schmälern zu wollen. Gar ned!

Aba es gät um des Vasteh vom Sport Biathlon. Und de Leistungen dort. Und wenn sonst a jungs Alter vo Vorteil sei mog, in dera Disziplin is Erfahrung mehr ois irgendwo anders vui mehr wert. Gelassenheit, innere Ruhe. Kaum jemand is in da Biathlon-Weltspitze erst 20 Jahre alt. Hoaßt: Mit 20 so a Platzierung wia gestern – nachm 16. Platz vorm letzten Schiaßn no aufan zwoaten Platz in da Weltelite zu stürmen – und aa no zum allerersten Moi übahaupts. Ja mei, wenn des ned begeisternd is? Und de deutsch-bayerischen Albachinger und Haager Fahnen überglücklich im Wind – dabei bleim ma! Agrad füran zwoaten Platz … moand d’Renate.

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5 Gedanken zu „… so tickt da Biathlon!

  1. Im sportlichen Vergleich zu einem zweitägigen Zehnkampf oder einem 5000er über die Hürden ist so ein Biathlontag ein enstpannendes Reaktivierungstraining. Leider wissen die Wenigesten wie extrem ein Mehrkampfwochenende ist. Sportliche Grüße,
    ST

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  2. Ohne Franzis fantastische Leistung schmälern zu wollen (ich bin ein großer Fan von ihr) gebe ich ST recht.
    Im Mehrkampf oder gar 10Kampf wird unwahrscheinlich viel abverlangt – Koordination und viel Training in allen Disziplinen und eine enorme Ausdauer über 2 Tage alles abrufen zu können was man lange Zeit trainiert hat und dabei die permanente Anspannung auch auszuhalten.
    Franzi hat vorher übrigens Leichtathletik gemacht und sich dann für den Biathlon entschieden – der absolut richtige Weg für sie! Ich wünsche ihr weiterhin alles Gute und drücke die Daumen für das kommende Wochenende. Allen anderen Sportlern/Sportarten wünsche ich den Erfolg und die Anerkennung die sie sich z.T. tagtäglich hart antrainieren.

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    1. Ihr zwoa habts do scho recht, a Mehrkampf oda gar a 10 Kampf üba 2 Dog is mit Sicherheit richtig anstrengend. Frogt si bloß, wia oft so a Athlet an Wettkampf bestreitet.
      Schauts eich doch moi des Programm von da Franze o, teilweise jede Woch wonders und so wia des Wochenende an 3 Dog hintereinander………….

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  3. Mei – hört doch auf, hier irgendwelche Sportarten gegeneinander aufzurechnen.
    Jeder Spitzensportler erbringt anerkennenswerte Leistungen.
    Die Anforderungen und den „Quälfaktor“ einer Sportart kennt man wohl nur, wenn man selbst im Hochleistungsbereich trainiert – und das tun die wenigsten.
    Abschließend würde ich mir wünschen, dass um „unsere Franzi“ aus dem „Altlandkreis“ nicht so ein Hype veranstaltet wird.
    Hier muss man – bei aller Begeisterung über die Erfolge – aufpassen, die Sportlerin nicht zu vereinnahmen.

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    1. Meindl Christa

      jeder Sport der sauber abläuft ist aller ehren Wert
      Wichtig ist, dass man was macht, ob als Profi oder zum Vergnügen.
      Hochrechnungen, wer mehr leistet, sind da nicht angebracht.
      Wünsche einen schönen sportlichen Sonntag (ich war auch schon Walken und war erste – grins mit mir selber)

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