Problem nur verlagert

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Christian-ernstWasserburgs Polizeichef Manfred Brandt lehnt sich weit aus dem Fenster, wenn er eine Sperrstunde für die Altstadt fordert. Da muss wohl in Sachen nächtlicher Randale schon einiges passiert sein. Es mutet fast ein bisschen an, als würde die Polizei vor den Betrunkenen kapitulieren. Fraglich bleibt: Was bringt eine Sperrstunde ab 2 Uhr? Wohl nur die Verlagerung des Problems vor die Stadttore – und auf die Straßen Richtung Rosenheim, denn dorthin werden die jungen Leute künftig vermehrt fahren. Die Altstadt-Wirte können ihren Laden dann komplett dicht machen. Wer erst um Mitternacht weggeht, wie die Jugendlichen heute, will sicher nicht um 2 Uhr schon wieder heim … … moand da Huaba.

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2 Gedanken zu „Problem nur verlagert

  1. Wasserburger Jugend

    Richtig!
    Ich habe das Gefühl hier wird ein Problemchen das jede Stadt mal mehr und mal weniger hat künstlich aufgebauscht um mehr Personal für sich zu erstreiten so kommt es zumindest ein bisschen rüber.
    Ich bin sehr oft in der Stadt unterwegs wohne dort seit über 20 Jahren, das in einer Stadt am Wochenende mal was los ist, sollte jedem bewusst sein der dort hinzieht. Aber von Krawall und Randale zu sprechen finde ich schon leicht übertrieben.
    Die Polizei von heute scheint schon ein sehr dünnes Fell bekommen zu haben wenn man sich öffentlich darüber „ausheulen“ muss dass man die Lage nicht mehr im Griff habe und sich von 13-jährigen provozieren lässt, vielleicht sollte man auch einfach mal Größe zeigen und über so etwas hinweg hören. In der Schule wird einem doch immer beigebracht sich eben nicht provozieren zu lassen und dumme Sprüche zu überhöhren, wie wäre es mal mit etwas Deeskalation?
    Ich finde es beängstigend wenn sich Erwachsene Beamte die eine Waffe tragen so sehr von irgendwelchen Kindern emotional verletzen lassen das in einem Zeitungsbericht mal wieder auf den angeblichen Werteverfall der Jugend rumgehackt wird. Die Jugend ist ihren Vorgänger Generationen in vielen Dingen weit vorraus, das wird aber immer gerne vergessen. Ich finde derartige Selbstgenügsamkeit ziemlich problematisch. Die Wasserburger Polizei sollte sich Strategien überlegen mehr Akzeptanz zu erlangen und das schafft man garantiert nicht mit Autoritären auftreten und bösen und skeptischen Blicken allen unter 30 jährigen gegenüber, als Jugendlicher hat man einfach grundsätzlich das Gefühl das man mit deutlich weniger Respekt behandelt wird wie ein Erwachsener. Ich habe beispielsweise noch nie erlebt dass ein Mitte 40 jähriger Mann einfach so aufgehalten wird und überprüft wird, geschweige dass er körperlich durchsucht wird, wo ist da die Gerechtigkeit, ich dachte immer vor dem Gesetz sind alle gleich egal woher man kommt, wie alt man ist oder wie man aussieht.

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  2. Wasserburger Jugend

    Übrigens beschreibt all dies von mir Geschriebene meine subjektive Wahrnehmung, nicht dass sich hier noch jemand auf den Schlipps getreten fühlt und es gibt natürlich auch Polizisten, die ihren Beruf gut machen, da sie einfach mit Feingefühl vorgehen und den Begriff Verhältnismäßigkeit kennen und nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.
    Jedoch gibt es in Bayern noch die weit verbreitete Ansicht, dass man mit Abschreckung irgendwas positives bewirken kann, so wirkt es zumindest auf mich.
    Grundsätzlich sollte man vor jedem Menschen Respekt haben, jedoch muss man sich verloren gegangenen Respekt erst wieder erarbeiten. Auch die Wasserburger Polizei hat keine weiße Weste, wenn ich nur an Silvester von vorletzen Jahr erinnern darf!
    Die Wasserburger Polizei sollte vielleicht einfach mal mehr die Philosophie vertreten, „leben und leben lassen“ und nur eingreifen, wenn es wirklich notwendig ist, häufig eskalieren Lagen nämlich erst, wenn die Polizei hinzukommt so habe ich es zumindest schon häufig erlebt.
    Aber wie gesagt all dass sind meine subjektiven Wahrnehmungen, dass diese so weit von denen anderer Bürger entfernt sind, zeigt aber vielleicht auch, wie weit sich die Generationen inzwischen voneinander entfernt haben.

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