„Hello, Wien“ braucht’s ned bei uns!

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs soi a keltischer Brauch sei – aba des Halloween (gsprocha so wia „hallo, Wien“ auf hoibad englisch „hello, Wien“) – oiso des „hello, Wien“ so wias bei uns okimmt, is aus Nordamerika und Kommerz pur! Seitdem gengan aa bei uns Kinder oan Dog vor Allerheiligen vo Haus zu Haus und sogn agrad drei Worte „Süßes oda Saures?“ Des war’s. Und wenn’st koa Süßigkeit host, dann hauns vielleicht dei Mülltonne um oda an Bleametopf stellns woanders hi. Und kaputt geh soi aa manchmoi wos – ma is ja a maskierter Zombie oda a Vampir. Dabei gabat’s scho in nur ganz wenige Wochan an bayerischen Brauch, der wirkle Sinn macha dat – des Klöpferlsinga! Do gät ma aa verkleidet vo Haus zu Haus und singt und bittet so um a kloane Geldspende füran wirklich guadn Zweck! Oiso bevor’s heid auf d’Nacht wieda losgäts, übalegts doch amoi – „hello, Wien“ passt scho vom Nama her gar ned zu uns … moand d’Renate.

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5 Gedanken zu „„Hello, Wien“ braucht’s ned bei uns!

  1. Recht hosd, Renate.

    Des is fast des Gleiche mit’m fastfoodgwamperten WEIHNACHTSMANN und seine Rentiere – do san ma da Nikolaus und as Christkindl scho liaba!

    Wünsch da a scheens Wochnend ohne fremde Mülltonen aufm Balkon – Gruass Lois

    P.S.: In Berlin darf auf Grund einer Klage der St. Martinsumzug nur noch Lichterfest heißen…

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  2. @ Lois: In Berlin gibt es dieses Jahr eine Menge St.-Martins-Umzüge. Einfach mal in der Suchmaschine „St. Martinszug + Berlin“ eingeben. Sind diese Umzüge dann alle illegal?

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  3. Du hast Recht, Steffi,

    Tschuldigung.
    I war freilich ned bei der Klage/Verhandlung dabei.
    I frag moi meine Spezl, woher die St. Martin-Info kam und rühr mi wieder.

    Scheena Sonntag no….

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    1. Stimmt tatsächlich Steffi,

      das Verbot ist nicht erlassen worden.
      Hast Recht.
      War auch nicht in Berlin, sondern in NRW ein Thema:

      „Rüdiger Sagel, Chef der NRW-Linken, fordert die Abschaffung von St. Martin. Stattdessen soll überkonfessionell das „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ gefeiert werden. Begründung: muslimischen Kindern sollen nicht länger christliche Traditionen aufgedrängt werden.
      Das war 2013.

      Hät mich auch gewundert. Berlin ist so überlässig und tolerant. Sogar Christen gegenüber 😉
      Bleibe aber trotzdem dabei, dass da Weihnachtsmann und Halloween rein dem Kommerz dienen. Weihnachten wird zwar auch irre vermarktet, hat aber doch noch einen guten Hintergrund.

      An Scheena Restherbst no…freu mi scho auf an Nikolaus, an Krampus, de Klopfersinger donnerstags und as Christkindl

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  4. Holger Kalvelage

    Hallo, ist es mit Halloween nicht wie mit allem Brauchtum? Wenn es arg kommerzialisiert wird, verliert es den Charme und wird zu einem Ärgernis. Deshalb sollten wir da durchaus differenzieren. Eine liebevoll kostümierte Truppe Kinder, die um die Häuser zieht und ein auswendig gelerntes, teilweise selbst gereimtes Gedicht für Süßes vorträgt, ist nicht zu vergleichen mit den teilweise zerstörerischen Exzessen, die man leider auch findet.

    Dabei sind dann aber meistens Jugendliche und nicht Kinder die Verursacher. Halloween hat eine lange Tradition in angelsächsischen Kulturkreisen und schwappt seit Jahren mehr und mehr auf die restliche Welt über. In seinen ursprünglichen Wurzeln kommt es sogar dem christlichen Allerheiligenfest nah, als eine Nacht der Begegnung mit den Verstorbenen – Hollow Eve. Die Form ist allerdings eine komplett andere, weil der Hollow Eve nicht leise und mit Bedacht begangen wurde, sondern zur Vertreibung der Geister aus der Unterwelt laut und schrill.

    Interessanterweise gab es im Alpenraum mit dem Rübenschnitzen einen vergleichbaren Ritus zum Kürbisschnitzen von heute. Deshalb freue ich mich an dem neugewonnenen Ritus Halloween für unsere kleinen Kinder genauso, wie am Klopersingen oder anderen Beschäftigungen, die mit Initiative, Kreativität und Aktivität fern von Playstation umd Co einhergehen.

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