München oder Mailand?

Nach Verfolgung: Mutmaßliche Schleuser einer Familie aus Pakistan verhaftet

Die Bundespolizei Rosenheim hat am gestrigen Dienstag auf der Inntalautobahn zwei pakistanische Staatsangehörige festgenommen. Sie werden beschuldigt, in ihrem Auto vier Landsleute – eine Familie – unerlaubt nach Deutschland gebracht zu haben. Angeblich waren sie nur vom Weg abgekommen.

In den Nachmittagsstunden bremsten die Bundespolizisten auf der A93 einen Pkw mit deutschen Kennzeichen, um die Insassen in der Grenzkontrollstelle genauer zu überprüfen. Der Mann am Steuer missachtete jedoch die Anhaltesignale und setzte seine Fahrt fort. Nach kurzer Verfolgung konnten die Beamten den Wagen stoppen.

Bei der anschließenden Kontrolle wurde schnell klar, warum der gebürtige Pakistaner sein Heil in der Flucht gesucht hatte. In seinem Fahrzeug saßen neben dem pakistanischen Beifahrer vier weitere Landsleute, die nicht über die erforderlichen Papiere verfügten.

Fahrer und Beifahrer gaben zunächst an, dass sie die Familie am Bahnhof in München getroffen und sich auf dem Heimweg verfahren hätten. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Geschleusten allerdings in Mailand abgeholt. Wie die Ermittler der Bundespolizei herausfanden, handelte es sich offenbar um eine geplante Tour.

Die pakistanische Familie äußerte gegenüber den Bundespolizisten ein Schutzersuchen. Sie wurden an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften auch die Männer im Alter von 27 und 44 Jahren, die beide einen festen Wohnsitz in Hessen haben, die Dienststelle wieder verlassen. Sie werden sich aber voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

 

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