Lebensgefährliche Fahrt auf Güterzug

Stopp durch die Bundespolizei: Flüchtlinge sind sich der Gefahr nicht bewusst

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Wieder wurden bei stichprobenartigen Kontrollen von Güterzügen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet Flüchtlinge entdeckt, die sich unter Sattel-Aufliegern versteckt hatten. Bereits am Wochenende hatte die Bundespolizei insgesamt 16 unerlaubt eingereiste Personen bei Güterzug-Kontrollen aufgegriffen, die Woche zuvor wurden sechs Flüchtlinge entdeckt.

Am Bahnhof in Raubling ordnete die Bundespolizei den außerplanmäßigen Halt mehrerer Güterzüge an. Diese waren von Österreich kommend in Richtung München unterwegs.

 

Bei zwei Zügen fanden die Bundespolizisten insgesamt sechs Personen, die sich jeweils zwischen Sattelauflieger und Güterwaggon verborgen hielten.

Die jungen Männer waren sich der Lebensgefahr, in die sie sich mit ihren illegalen Fahrten begeben hatten, offenbar nicht bewusst, sagt die Polizei. Die jungen Leute stammen aus Sierra Leone, Guinea, Togo und Mali.

Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland hatten die Afrikaner nicht. Sie wurden in die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei verbracht.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte ein Teil der Migranten an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Wie die Polizei meldet, musste der andere Teil „mangels Interesse an Schutz oder Asyl“ das Land wieder verlassen.

Da derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass Menschen den grenzüberschreitenden Güterverkehr für ihre unerlaubten Einreisen in die Bundesrepublik auf lebensgefährliche Weise nutzen, muss auch künftig mit weiteren Schwerpunkt-Kontrollen gerechnet werden. Diese Maßnahmen werden eng mit den österreichischen Behörden abgestimmt.

Fotos: Bundespolizei

 

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