Zahl der Arbeitslosen weiter sinkend

Alle Personengruppen profitieren von der guten Arbeitsmarktlage

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Wegweiser Arbeitsamt„Wir können gute Daten vom Arbeitsmarkt für den Monat Juni verkünden“, so Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim. Die Zahl der Arbeitslosen ist seit Februar – hier waren fast 10 300 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet – Monat für Monat zurückgegangen auf nunmehr 7 920, das sind 240 weniger als im Vormonat und auch weniger (-55) als im Juni letzten Jahres. Von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren im Vormonatsvergleich alle Personengruppen.

 

Bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren ergibt sich ein Minus von 50, in derselben Größenordnung verringerte sich die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter). Auch bei Schwerbehinderten und Langzeitarbeitslosen (länger als ein Jahr ohne Beschäftigung) ist eine leicht positive Tendenz erkennbar (jeweils minus 30 zum Vormonat). Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt aber, dass es trotz guter Arbeitsmarktlage nicht immer gelingt, bestimmte Personengruppen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

„Gerade bei den Langzeitarbeitslosen müssen wir aufpassen, dass die Diskrepanz zu Kurzzeitarbeitslosen nicht weiter zunimmt, denn bei der Langzeitarbeitslosigkeit verzeichnen wir im Vorjahresvergleich ein Plus von fast 80. Es bedarf daher einer intensiven Aufklärungs- und Beratungsarbeit, denn längere Zeiten der Arbeitslosigkeit sind nicht immer in der Person begründet, sondern hängen auch mit dem Einstellungsverhalten der Betriebe und deren Vorbehalten zusammen. Den Personalverantwortlichen möchte ich in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einer Trainingsmaßnahme beim Arbeitgeber aufzeigen und anbieten. Mit dieser ab-gesicherten Form der Probearbeit – ohne Kosten für den Betrieb – lässt sich relativ schnell herausfinden, ob der neue Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin geeignet ist. Setzen Sie sich diesbezüglich mit der Arbeitsvermittlung unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 in Verbindung.“

Mit den Arbeitslosenzahlen wird monatlich die Arbeitslosenquote ausgewiesen. Sie beträgt für den Monat Juni 2,8 Prozent (Vormonat und Vorjahr 2,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote bei den Jüngeren beträgt 1,9 Prozent (Vormonat: 2,0 und Vorjahr 1,8 Prozent), bei den Älteren 3,8 Prozent (Vormonat: 3,9 und Vorjahr 4,0 Prozent).

„Bei einem guten Arbeitsmarkt herrscht häufig die Meinung, dass sich kaum mehr etwas bewegt, dass die Arbeitslosen immer die Gleichen sind, dem ist aber nicht so“, erklärt Cujai. „Wir haben sogar Monat für Monat einen relativ starken Umbruch. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass sich monatlich ungefähr zweitausend Menschen an- und genauso viele wieder abmelden, in den Wintermonaten sind es sogar noch mehr. Nicht alle nehmen eine Arbeit auf, sondern gehen in unterschiedlichste arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, darunter fallen zum Beispiel auch zahlreiche berufliche Weiterbildungen, an denen im Juni 640 Personen teilgenommen haben. Damit werden Qualifikationsdefizite abgebaut oder veraltete Kenntnisse den Erfordernissen der Arbeitswelt angepasst.“

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

 In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 657 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um insgesamt 66 Personen gesunken. Die Arbeitslo-senquote ist mit 5,0 Prozent zum Vormonat ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte ge-fallen. Von den betroffenen Personen werden derzeit 626 (minus 26) von der Hauptagentur in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosen-heim Stadt betreuten Kunden ist um 40 auf 1 031 zurückgegangen. Hinweis: Das Jobcenter Rosenheim Stadt befindet sich seit Anfang Mai am Mühl-bachbogen 3.

 

 Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent (Vormonat: 2,5) auf. Hier sind mit 3 297 erwerbslosen Personen 65 weniger gemeldet als im Mai. Von den Beschäftigungslosen werden 1 886 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 34 weniger als im Mai. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 411 Frauen und Männer zuständig, 31 weniger als im Vormonat.

 

 Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 674 erfassten Ar-beitslosen einen Rückgang (minus 67) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier von 2,7 auf 2,6 Prozent verringert. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 922 Erwerbslose, 23 weniger als im Vormo-nat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 752 arbeitslos gemeldete SGB II – Kunden (minus 44 gegenüber dem Vormonat).

 

 Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,5 Prozent (Vormonat: 2,6). Hier sind derzeit 1 288 Personen erwerbslos gemeldet, 40 weniger als im Vormonat. 747 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkir-chen betreut, 32 weniger als im Mai. Das Jobcenter in Miesbach verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von acht Betroffenen, aktuell sind 541 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

 

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