Woche der Menschen mit Behinderung

Trotz schwerer Hörbeeinträchtigung ist Giulia voll integriert - Unser Portrait

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guilia 1Sie ist jung, hübsch und lebt seit ihrer Geburt mit einer Behinderung: Giulia Rost ist IT-Systemkauffrau und arbeitet sehr erfolgreich bei der Telekom in Rosenheim – und das, obwohl ihr Beruf eher eine Männerdomäne ist! In der Woche der Menschen mit Behinderung möchte sie anderen Mut machen. Deshalb hier unser Portrait. Zum fünften Mal in Folge hat die Bundesagentur für Arbeit eine deutschlandweite Woche der Menschen mit Behinderung ausgerufen. Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Agentur für Arbeit in Rosenheim: „Es freut mich sehr, dass wir ein so tolles Beispiel haben, wie Teilhabe am Arbeitsleben – also Inklusion – gelingen kann. Giulia Rost, eine …

… schwer hörbehinderte junge Frau, wurde nach ihrer Ausbildung bei der Deutschen Telekom Rosenheim in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.“

Giulia erzählt: „Da ein Schulbesuch an einer Regelschule nicht möglich war, ging ich in ein spezielles Förderzentrum in Bamberg, wo ich die mittlere Reife machte. Dann stand die Berufswahl an. Mein Ziel war, durch Praktika heraus zu finden, ob es für mich möglich ist, in einem Betrieb zu arbeiten. Denn ich wollte die Ausbildung nur ungern in einem Berufsbildungswerk machen. Nach zwei Praktika, unter anderem bei der Telekom, in denen es sehr gut lief, beschloss ich, mich zu bewerben und zwar als IT-Systemkauffrau.“

Anton Raischl, Schwerbehindertenvertreter bei der Telekom schwärmt fast: „Giulia war schon im Praktikum ganz gut. Sie ist zwar fast gehörlos, aber unheimlich engagiert und möchte alles selber machen, ihr Leben selber meistern. Sie bekam eine Ausbildungsstelle bei der Telekom in Bamberg.“ Max Röckl, von der Agentur für Arbeit ergänzt: „Die Agentur für Arbeit in Bayreuth hat die Ausbildung begleitet und unterstützt, zum Beispiel mit einem Gebärdendolmetscher. Wir von der Agentur für Arbeit Rosenheim machen weiter, unter anderem mit dem Bildschirm-Dolmetsch-Dienst „Telesign“ und dem dafür notwendigen Laptop.“

Für einen festen Arbeitsvertrag ist Giulia von ihrem Wohnort im Frankenland in den Landkreis Rosenheim gezogen. Ohne Familie. Daher ist die Einbindung in ihrem Arbeitsumfeld besonders wichtig. Ihr Arbeitgeber hat sie extra in einem kleinen Team mit vier Mitarbeitern, zuständig für Glasfaserverbindungen, angesetzt.

Insbesondere Rudolf Halama unterstützt sie bei ihrer Einarbeitung in Rosenheim: „Sie kann schon wirklich gut mitarbeiten. Wir verstehen uns prima, denn sie kann ja mit ihrem Cochlea-Implantat ein bisschen hören, wenn es keine – beziehungsweise wenig – Umweltgeräusche gibt. Wir helfen alle zusammen, dass sie gut in den Job reinkommt.“

Anton Raischl ergänzt: „Du brauchst jemanden, der solche Menschen an die Hand nimmt. Das Team bei der Deutschen Telekom in Rosenheim tut es! Insgesamt hat die Telekom-Technik in Bayern 2 200 Beschäftigte, davon 200 mit Behinderung. Wir stehen zu unserer Verantwortung.“

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Unser Foito zeigt hinter Giulia Rost stehend von links Rudolf Halama, Max Röckl, Eva Ludwig (Reha-Teamleiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim) und Anton Raischl.

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