Wieder kamen über 200 Flüchtlinge an

Jeden Tag Großeinsatz für Bundespolizei und Malteser-Hilfsdienst in Rosenheim

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SONY DSCÜber den gestrigen Donnerstag verteilt hat die Rosenheimer Bundespolizei rund 210 illegale Grenzübertritte festgestellt. 109 unerlaubt eingereiste Personen hat die Polizei allein in einem Regionalzug in Rosenheim in Gewahrsam genommen. Die Beamten mussten die Reise der Eritreer, Äthiopier, Sudanesen und Somalier in Rosenheim am Bahnhof beenden. Sie konnten keine Papiere für den Aufenthalt in Deutschland vorweisen. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Regionalverbindung gezielt gewählt, um die grenzüberschreitende Etappe möglichst unbehelligt durchführen zu können, heißt es heute am Nachmittag.

Die illegal Eingereisten wurden mit großen Polizeibussen zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Dort konnten sie in einer Sporthalle behelfsmäßig untergebracht werden.

Sie wurden mit Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes versorgt, erfasst und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet.

Mehrere unbegleitete Minderjährige konnten der Obhut des Jugendamtes anvertraut werden. 

Foto vom Bahnhof Rosenheim: Polizei

Über 1.800 unerlaubt eingereiste Personen in den ersten zehn Juli-Tagen

So gut wie täglich ist derzeit die Sporthalle auf dem Gelände der Rosenheimer Bundespolizei mit unerlaubt eingereisten Personen gefüllt. Das provisorische Bettenlager ist in den vergangenen Monaten so etwas wie eine feste Einrichtung geworden. Vor allem Personen aus Eritrea, Syrien, Afghanistan und dem Irak werden dort vorübergehend untergebracht.

Bereits im ersten Halbjahr 2015 hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim mit rund 11.000 illegalen Grenzübertritten deutlich mehr unerlaubt eingereiste Personen festgestellt als im gesamten letzten Jahr. 2014 waren es etwa 9.400 illegale Einreisen, die im Vergleich zum Vorjahr auch schon eine Verdoppelung darstellten. Im laufenden Jahr sind mehr als zwei Drittel der unerlaubt Eingereisten mit Zügen nach Deutschland gelangt. Der überwiegende Teil von ihnen war auf der sogenannten „Brenner-Route“ unterwegs, die von Italien über Österreich nach Deutschland führt.

Von Januar bis Juni konnten die Bundespolizisten der Rosenheimer Inspektion außerdem pro Monat durchschnittlich 60 Schleusern das kriminelle Handwerk legen. Damit ist der aktuelle Monatsdurchschnitt aufgegriffener Schlepper um 20 höher als im Vorjahr.

Es zeichnet sich ab, dass die Rosenheimer Inspektion weiterhin außerordentlich stark gefordert sein wird, heißt es heute am Freitagnachmittag. 

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