Von einem Fahrgeschäft „hinunter gebieselt“

Unser Wiesn-Blaulicht: 19-jähriger Österreicher ohne Anstand - Pfiffige Sechsjährige

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blaulichtDer zweite Familientag des Rosenheimer Herbstfestes machte gestern seinem Namen alle Ehre. Bei bestem Wetter war die Loretowiese ordentlich gefüllt, Klein und Groß tummelte sich zwischen den Fahrgeschäften und der ein oder andere „Große“ fand seinen „Kleinen“ erst bei der Polizei wieder. Wiesnverbote bekamen ausschließlich „Große“ – aber erst am späteren Abend. Unser Wiesn-Blaulicht …

Die Beamten der Wiesnwache sind so manches gewohnt und in vielen Dingen geübt. Besonders geübt sind sie auch in „Familien-Zusammenführungen“. Naturgemäß bietet der Familientag in diesem Bereich mehr Arbeit als andere Tage, so auch der gestrige Mittwoch. Ganz schneidig meldete sich mittags eine Sechsjährige bei der Wiesnwache und gab an, dass sie den Anschluss zu ihrer Kindergartengruppe verloren hätte. Die pfiffige Kleine zeigte den Beamten aber auch gleich die Lösung des Problems, nämlich ihren Unterarm mit der darauf notierten Handy-Nummer der Kindergärtnerin. Keine fünf Minuten später war diese schon in der Wiesnwache und konnte ihren kleinen Schützling wieder in Empfang nehmen.

In Empfang nehmen mussten Beamte der Wiesnwache einen Österreicher, der nicht mehr an sich halten konnte – oder besser in sich. Jegliche Anstandsregeln außer Acht lassend, fand er es offenbar ganz cool von einem Fahrgeschäft herunter zu urinieren. Zwar traf er keine anderen Besucher bei seiner Bewässerungsaktion, dies verschonte ihn jedoch nicht vor einer Anzeige. In der Wiesnwache zeigte sich der 19-Jährige dann nicht mehr so cool, als ihm das Wiesnverbot ausgesprochen wurde.

Auf dem Gelände fand natürlich auch wieder die eine oder andere Kontrolle statt. Die Beamten trafen dabei auf einen jungen Bad Aiblinger, den sie genauer unter die Lupe nahmen. Ein kurzer Schreckmoment ergab sich bei den Beamten, als sie im Hosenbund des jungen Mannes eine Pistole fanden. Wenig später stellte sich heraus, dass es sich um eine Schreckschusspistole handelte. Ob der Bad Aiblinger damit sein Marihuana vor Dieben verteidigen wollte, das die Beamten kurz drauf bei der weiteren Durchsuchung in seinen Taschen fanden, ist nicht geklärt.

Auch auf den Straßen rund um die Wiesn fanden wieder Kontrollen statt. Und man möchte es kaum glauben, aber trotz andauernder und deutlicher Ankündigung der Kontrollen, wollten es offenbar zwei Autofahrer am Mittwoch nicht wahrhaben, bis sie in eben diesen Kontrollen Alkotests machen mussten. Beide werden Probleme mit ihren Führerscheinen bekommen und so vielleicht im Folgejahr erst gar nicht in Versuchung kommen, die Kontrolllage auszutesten.

 

 

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