Veterinäramt richtet Sperrbezirk ein

Achtung Pferde-Besitzer im Landkreis: Seltene Krankheit festgestellt

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pferdeFür den Menschen ungefährlich ist eine seltene Pferdekrankheit, die jetzt in Bad Feilnbach festgestellt wurde. Drei Tiere wurden bereits eingeschläfert. Wie das Landratsamt am Montagnachmittag mitteilt, wurde vom Veterinäramt dort ein Sperrbezirk eingerichtet. „Equine infektiöse Anämie“ – eine ansteckende Blutarmut der Einhufer – so lautete die Diagnose für die Pferde aus einem Bestand bei Bad Feilnbach. Die Krankheit wird in Deutschland nicht nur selten nachgewiesen, sie ist auch anzeigepflichtig. Mitarbeiter des Veterinäramts Rosenheim nahmen Blutproben von den weiteren gut 50 Tieren auf dem Pferdehof im Weiler Steinreb …

Seit ein paar Tagen schon stehe fest, dass zwei weitere Pferde von der Krankheit betroffen waren. Alle drei mussten eingeschläfert werden.

Dr. Werner Hamp, der Leiter des Veterinäramtes betont, dass die Krankheit für den Menschen ungefährlich ist. Das Landratsamt Rosenheim legte um den Pferdehof einen Sperrbezirk von einem Kilometer fest. Bei allen noch nicht getesteten Pferden innerhalb des ein Kilometerradius wurden am Montag Blutproben genommen. Sie werden morgen am Dienstag ins Labor gebracht. Der Sperrbezirk bleibt drei Monate bestehen. Er wird erst aufgehoben, wenn am Ende des Vierteljahres bei einer weiteren Untersuchung aller Pferde keine weitere „Equine infektiöse Anämie“ festgestellt wird.

Der Sperrbezirk wirkt sich nur auf die Pferde aus, die zwar ausgeritten, aber den ein Kilometerradius nicht verlassen dürfen. Empfänglich für die Krankheit sind auch Esel, Maultiere oder Maulesel. Der Virus wird durch blutsaugende Insekten, vor allem durch Bremsen übertragen. Mögliche Symptome sind Fieber und Fieberschübe, Schwäche, Gewichtsverlust oder Schwellungen an Gliedmaßen und Bauch. Woher das Virus im Fall des Pferdehofes in Bad Feilnbach stammt ist unklar, heißt es heute.

Und der Freizeitstall Steinreb veröffentlicht diese Nachricht auf seiner Homepage:

Wichtige Information
3 Monate Quarantäne (bis Ende Oktober) für Pferde in Steinreb

Liebe Ferienkinder, liebe Eltern,

bei der Untersuchung eines unserer Einsteller – Pferde in der Klinik, haben wir ein großes Blutbild mit nur allen erdenklichen Parametern und möglichen Infektionsindikatoren in Auftrag gegeben.

Am Montag, 13.07. hatten wir das Ergebnis, daß das Pferd an „Equine infektiöse Anämie (EIA)“ erkrankt ist. Im Umgang zur Erklärung würde ich sagen – „Aids für PFERDE“

Das Veterinäramt Rosenheim (Dr. Christian Otterbein und Dr. Funk) sowie unser Tierarzt Dr. Stefan Rezabeck haben am Dienstag mit uns den ganzen Bestand unserer Pferde untersucht, am 16.07. bekamen wir die Ergebnisse, dass noch zwei weitere Pferde erkrankt sind also insgesamt 3 Pferde von 41 Pferden und Ponys.

Leider ist die Equine infektiöse Anämie eine gesetzlich definierte Krankheit mit klar definierten Folgen wie z. B. die amtliche Untersuchung des Bestandes, sowie das Einschläfern der erkrankten Pferde, dies wird vom Veterinäramt angeordnet und vollzogen.

Am 16./17.7. haben wir uns von den erkrankten Pferden verabschiedet. Alle anderen Pferde sind negativ und werden ab jetzt in regelmäßigen Abständen getestet.

Nun stehen unsere Pferde, sowie alle anderen Pferde im Umkreis von 1km die nächsten 3 Monate (solange ist die Inkubationszeit) unter Quarantäne; d.h. kein Pferd darf den Sperrbezirk verlassen und kein Pferd darf auf Besuch kommen. Alle Pferde in diesem Quarantäne-Bezirk werden auf diese Indikation untersucht. Einerseits soll dadurch die Herkunft des Befalls untersucht und eine weitere Verbreitung innerhalb der Inkubationszeit verhindert werden. Aufgehoben wird die Quarantäne erst, wenn alle Pferde einen negativen Befund haben.

Eine Gefährdung des Menschen durch „Equine infektiöse Anämie (EIA)“ liegt nicht vor.
(siehe Anlage: FLI Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, mehr Info hier…). Menschen und auch alle Nicht-Einhufer (bspw. Hühner, Hunde, Katzen etc.) können von dieser Krankheit weder als Träger noch als Befallener infiziert werden.

Deshalb darf der Reitbetrieb und die Kinderreiterferien OHNE Einschränkung im Sperrbezirk (1 km) laut Veterinäramt Rosenheim stattfinden.

Alle Kurse mit Pferden von außen, sowie Wanderritte außerhalb des Sperrbezirkes ENTFALLEN.

Von Herzen bitten wir Sie um Unterstützung, dass unser Betrieb und unser Team ohne Hysterie, Panik, überschwappende Emotionen, oder „falsches Gerede“ unsere geliebte Arbeit mit unseren Pferden und Ihren Kindern fortführen kann, die Zeit ist schwer genug.

Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.  (Tel: 0151 – 46655510)

Es freut sich auf Euch

Euer Steinreb Team

Foto: Gemeinde Bad Feilnbach

 

 

 

 

 

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