Ungar öffnet Intercity-Tür bei der Fahrt

Er wollte aussteigen - Zugbegleiterin verletzt - Polizist zufällig anwesend

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BundespolizeiDie Bundespolizei Rosenheim ermittelt gegen einen Ungarn (26), der gestern am Mittwochabend einen Intercity auf freier Strecke zum Stehen gebracht hat. Offenbar wollte der Mann noch in Richtung Rosenheim bei 60 km/h aussteigen und betätigte deshalb während der Fahrt plötzlich die Notentriegelung einer Türe. Zwei Mitreisende konnten ihn von diesem lebensgefährlichen Aussteigen noch abhalten. Anschließend stieß er eine Zugbegleiterin mit Gewalt um. Ein Polizist, der zufällig im Zug mitfuhr …

… nahm den ungarischen Staatsangehörigen in Gewahrsam.

Nach ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei betätigte der 26-Jährige die Notentriegelung einer Zugtüre bei einer Geschwindigkeit von etwa 60 km/h nahe des Bahnhofs München Ost. Als sich eine Zugbegleiterin einschaltete, stieß er diese gewaltsam gegen einen Schaltkasten des Waggons.

Aufgrund des Vorfalls kam es zum außerplanmäßigen Halt des Zuges. Der Intercity blieb mehrere Minuten lang auf freier Strecke stehen und konnte dann die Fahrt in Richtung Rosenheim wieder aufnehmen.

Dort wurde der Verursacher des Zwangshalts bereits von der verständigten Bundespolizei erwartet.

Wie sich herausstellte, hatte der arbeitslose Gelegenheitsarbeiter die Absicht, mit dem Zug zurück nach Ungarn zu fahren. Eine Fahrkarte für die Heimreise besaß er jedoch nicht. Diese konnte er sich eigenen Angaben zufolge nicht leisten. Nach der Abfahrt vom Münchner Hauptbahnhof habe er bemerkt, dass sein Gepäck am Bahnsteig zurückgeblieben war. Daher wollte er wieder aussteigen.

Die gestoßene Zugbegleiterin klagte später über Schmerzen im Rücken und begab sich in ärztliche Behandlung.

Laut Rosenheimer Bundespolizei wird sich der Ungar voraussichtlich wegen Körperverletzung, Leistungserschleichung und Missbrauchs von Notrufen verantworten müssen.

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