Über 100 Polizisten im Einsatz

Gestern in Rosenheim: Demonstration des rechten Spektrums

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Rosenheim – Im Bereich des Bahnhofs in Rosenheim fand am gestrigen Samstag eine Demonstration der rechtsorientierten Gruppierung „Freies Netzwerk Süd“ statt. Als Reaktion darauf hatten die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf, der Kreisverband „Die Linke“ Rosenheim und Rosenheimer Bürger zu Gegenkundgebungen aufgerufen. Nennenswerte Sicherheitsstörungen waren nicht zu verzeichnen, teilte die Polizei mit.

Der Veranstalter hatte die Versammlung beim Ordnungsamt der Stadt Rosenheim ordnungsgemäß angezeigt und selbst etwa 20-30 Teilnehmer erwartet. Die kurzfristig angemeldeten und genehmigten Gegenkundgebungen verzeichneten ca. 200 Gegendemonstranten. Um den reibungslosen und friedlichen Verlauf der Veranstaltung zu gewährleisten sowie mögliche Auseinandersetzungen zwischen den politischen Lagern zu vermeiden, haben das Polizeipräsidium Oberbayern Süd und die Polizeiinspektion Rosenheim mit Unterstützung von Kollegen der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim, der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei gut 100 Beamtinnen und Beamte aufgeboten.

Die Gegner des rechtsgerichteten „FNS“ unterstrichen ihren Protest mit Musikeinspielungen und Lautsprecherdurchsagen. Zu Beginn des Vortrages der rechten Gruppierung versuchte eine kleine Gruppe aus dem gegnerischen Block die Absperrgitter zu überwinden. Dies wurde aber von den Einsatzkräften verhindert und die räumliche Trennung bzw. keinen direkten Kontakt zwischen den beiden Gruppierungen zuzulassen, konnte während der gesamten Veranstaltung realisiert werden. Rosenheims Dienststellenleiter und Einsatzleiter Dr. Walter Buggisch resümierte: „Die enge und hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Rosenheim im Vorfeld und das polizeiliche Konzept, durch eine starke und offene Präsenz Sicherheitsstörungen im Ansatz zu unterbinden, hat sich bewährt und im Ergebnis zu einem nahezu störungsfreien, friedlichen Verlauf der Veranstaltung geführt.“

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