„Tun alles für eine sichere Wiesn“

Rosenheimer Herbstfest ab Samstag: Vielzahl an ordnungsrechtlichen Maßnahmen

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heft wiesnMan sei überzeugt, die bestmöglichen Vorkehrungen für eine sichere Wiesn in Rosenheim getroffen zu haben! Das sagen die Veranstalter, die Sicherheitsbehörde, die Polizei und die Hilfsorganisationen, heißt es heute am Montagabend in einer Pressemitteilung. Nur noch wenige Tage sind es bis zum Beginn des 155. Rosenheimer Herbstfestes – am kommenden Samstag werd o’zapft! In Anbetracht der tragischen Ereignisse der letzten Wochen, insbesondere in Bayern, ist das Thema „Sicherheit“ noch mehr in den Fokus gerückt …

Diverse Gefährdungslagen würden nicht erst seit den Anschlägen von München oder Ansbach zwischen dem Veranstalter, der Stadtverwaltung und der Polizei thematisiert. Das Sicherheitskonzept des Wirtschaftlichen Verbandes habe sich schon immer mit verschiedenen Schreckensszenarien beschäftigt – vom Unwetter bis zur Bombendrohung.

„Dennoch wird das Sicherheitskonzept auf Basis der letztjährigen Erfahrungen, aber auch aufgrund aktueller Entwicklungen aktualisiert und angepasst“ so Donat Steindlmüller vom Amt für Sicherheit und Ordnung der Stadt Rosenheim.

Der Wirtschaftliche Verband, sowie die beiden Brauereien und der Betreiber der Törggelen-Hütte „Zum Tatzlwurm“ haben zum Beispiel einen Fachmann für Veranstaltungssicherheit engagiert. Der bereits sehr gute Sicherheitsstandard wurde so nochmals verbessert.

So wurde die Zahl der Ordner aufgestockt und Fluchtwege und Notausgänge wurden noch deutlicher für die Besucher gekennzeichnet.

Um die Besucherströme besser zu kanalisieren und um eine bessere Sichtkontrolle zu haben, werden einige „Schlupflöcher“ am Gelände geschlossen oder mit einem Ordnungsdienst besetzt, wie bei den Zugängen vom Friedhof oder vom Karolinengymnasium her. Alle Ordnungsdienstmitarbeiter in den Zelten und auf dem Gelände erhielten zusätzlich eine sogenannte „Präventionsschulung“.

Der Wirtschaftliche Verband und die Zeltbetreiber wollen mit einer ausreichenden Anzahl an Ordnungskräften für die notwendige Sicherheit und Ordnung auf dem Gelände und in den Zelten sorgen. Unterstützt werden sie dabei von der „Wiesnwache“ der Polizeiinspektion Rosenheim.
Ein Hauptaugenmerk gilt den Kontrollen auf selbstmitgebrachte Alkoholika und anderen Gegenständen an den Eingängen zur Loretowiese und denjenigen Personen, die durch Handgreiflichkeiten oder ähnliches auf sich aufmerksam machen. In diesen Fällen ist mit einem „Wiesnverbot“ oder einer Anzeige durch die Polizei zu rechnen.

Rund um die Loretowiese hält die Stadt Rosenheim am bewährten Ordnungskonzept der letzten Jahre fest. So werden auch heuer wieder WC-Container im Umfeld des Herbstfestes installiert. Einzig der Container am Salzstadel entfällt, da dieser im vergangenen Jahr nur unzureichend angenommen wurde. Die WC-Container sind bereits ab dem frühen Nachmittag geöffnet und bis Mitternacht mit einer festen Reinigungskraft besetzt.

Die direkte Umgebung des Festgeländes wird von einer Sicherheitsfirma auf „Wildbiesler“ kontrolliert, die Verstöße umgehend zur Anzeige bringen. Erwischte „Wildbiesler“ müssen mit einem empfindlichen Bußgeld von 100 Euro rechnen, zu denen noch 25 Euro Verwaltungsgebühr hinzukommen. Dann lieber vor dem Heimweg noch mal das umfangreiche Toiletten-Angebot auf dem Festgelände nutzen, sagen die Veranstalter.

An den besonders besucherstarken Tagen von Donnerstag bis Samstag, ist während den Nachstunden eine sogenannte „Citystreife“ im Einsatz. Die von der Stadt, den beiden Rosenheimer Brauereien, zahlreichen Lokal- und Imbissbetreibern sowie vom Stadtverkehr Kroiss finanzierten Sicherheitskräfte, bestreifen in Zweier- oder Dreiertrupps die Innenstadt.

Rund um die Loretowiese wird während der Wiesn wieder verstärkt unzulässiges und vor allem behinderndes Parken kontrolliert – und das auch in den Abendstunden. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Überwachung von Behindertenparkplätzen und Feuerwehranfahrtszonen.

Die in den vergangenen Jahren optimierten und ausgedehnten Verkehrsanordnungen, wie zum Beispiel Park- und Einfahrverbote in den verschiedenen Anliegerstraßen, werden auch heuer wieder umgesetzt.

Sollte es dennoch zu Problemen für die Anlieger kommen, hat das Amt für Sicherheit und Ordnung unter der Rufnummer 08031/365-1350 eine Telefonnummer für alle behördlichen Belange rund um das Herbstfest eingerichtet. Die Hotline ist in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar.

Für alle Probleme die den Veranstalter betreffen, steht täglich von 8 bis 0.30 Uhr unter der Telefonnummer 08031/9006161 ein Ansprechpartner des Wirtschaftlichen Verbandes zur Verfügung.

Das seit einigen Jahren zunehmende „Vorglühen“, speziell beim jüngeren Publikum, soll durch intensiven Einsatz von Kräften der Bundes- und Landespolizei sowie des Jugendamtes, beginnend vom Bahnhof bis zum Festgelände, eingedämmt werden.

Der Veranstalter sowie alle Beteiligten erhoffen sich durch diese Vielzahl an ordnungsrechtlichen Maßnahmen, eine friedliche und vor allem möglichst störungsfreie Wiesn 2016.

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