Syrer musste im Kofferraum ausharren

Am Wochenende kamen 870 - Mutmaßlichen Schlepper aus Türkei nach Flucht verhaftet

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schleusungDie Bundespolizei in Rosenheim hat am Wochenende rund 870 Personen in Gewahrsam genommen. Es handelte sich vorwiegend um unerlaubt Eingereiste aus Syrien und verschiedenen afrikanischen Staaten. Darüber hinaus habe man mehreren Schleusern das kriminelle Handwerk legen können, heißt es heute am Montagnachmittag. Unser Foto der Polizei zeigt einen syrischen Flüchtling, der in diesem Kofferraum ausharren musste während der langen Fahrt der Schleusung. Der Lenker des Wagens – der mutmaßliche Schlepper aus der Türkei – flüchtete zu Fuß auf der Autobahn, wurde aber nach kurzer Verfolgung verhaftet …

Die Rosenheimer Bundespolizisten hatten seinen Pkw mit deutscher Zulassung aus dem Verkehr gezogen. Kurz nachdem der Wagen gestoppt worden war, wurde es jedoch hektisch. Der Fahrer stieg aus und rannte unvermittelt davon. Nach kurzer Verfolgung konnte er gestoppt und verhaftet werden. Im Fahrzeug des türkischen Staatsangehörigen befanden sich fünf Syrer, die sich nicht ausweisen konnten. Einen von ihnen fanden die Beamten im Kofferraum des Autos. Der Fahrer wurde auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen und ins Gefängnis eingeliefert.

Innerhalb von drei Tagen nahm die Rosenheimer Bundespolizei insgesamt sieben mutmaßliche Schleuser fest.

Im selben Zeitraum trafen die Beamten auf 870 unerlaubt Eingereiste, die überwiegend in grenzüberscheitenden Zügen aus Italien unterwegs waren.

Gestern am Sonntag wurden etwa 300, am Samstag rund 200 und am Freitag 370 Personen festgestellt, die nicht über die erforderlichen Einreise- oder Aufenthaltspapiere verfügten. In der Sporthalle der Bundespolizei-Dienststelle konnten alle versorgt und vorübergehend untergebracht werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie an verschiedene Aufnahmestellen für Flüchtlinge weitergeleitet.

Foto: Bundespolizei

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