Sudelfeld: Wieder Motorradfahrer getötet

Schwerer Verkehrsunfall am Feiertag - 23-Jähriger stirbt bei Überholmanöver

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PolizeiOberaudorf – In den frühen Nachmittagsstunden des Fronleichnamstages kam es wieder zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 307, der Sudelfeldstraße, im Gemeindegebiet Oberaudorf. Daran beteiligt waren drei Motorradfahrer. Ein 23-Jähriger wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. 

Das schöne Wetter des Feiertages hatte zahlreiche Ausflügler auf ihren Motorrädern, Fahrrädern und in ihren Autos auf das Sudelfeld gelockt. Gegen 13 Uhr war ein 23-jähriger Biker aus dem Landkreis Freising auf seiner Maschine in Richtung Oberaudorf unterwegs. Auf abschüssiger Strecke setzte er dann – trotz Überholverbots und doppelt durchgezogener Mittellinie –  zum Überholen eines vor ihm fahrenden Alfa Romeo an.

Zeugen berichteten, dass der Kradfahrer noch vor dem Passieren des Pkw bereits eine Vollbremsung begonnen hatte und er in dieser Art und Weise an dem Auto quasi vorbeirutschte. Nach einer Strecke von über 100 Metern mit blockierten Reifen kam der Mann mit seinem Krad auf der Fahrbahn schließlich zu Sturz. Die Suzuki rutschte in der Folge gegen zwei Motorradfahrer, die auf ihren Maschinen als Teil einer insgesamt sechsköpfigen Motorradgruppe in entgegengesetzter Richtung bergauf unterwegs waren.

Beide, zwei 53-jährige Rheinländer, wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Der bergabfahrende Biker kam nach seinem Sturz auf der Fahrbahn zu liegen. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen, zunächst von Ersthelfern, dann durch den hinzugekommenen Notarzt, verstarb der junge Mann noch an der Unfallstelle.

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Zeugenaussagen wurde durch die Staatsanwaltschaft Rosenheim ein Gutachter zur Klärung des genauen Unfallhergangs beauftragt. Die beteiligten Motorräder wurden sichergestellt.

Die B 307 war im Bereich des Sudelfeldes von 13.15 bis 16.45 Uhr total gesperrt.

Neben zwei Rettungs- und einem Notarztwagen, waren ein Rettungs- und ein Polizeihubschrauber, die Feuerwehr Niederaudorf mit neun Einsatzkräften sowie mehrere Bergwachtangehörige vor Ort.

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