Sturm bringt Boote auf Chiemsee in Not

Wasserschutzpolizei leistete gestern Schwerarbeit - Zwei unterkühlte Kajak-Fahrer

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segelnHeftiger Föhnsturm gestern am Nachmittag in der ganzen Region! Das brachte nicht nur die Bäume ins Wanken, sondern ließ auch auf dem Chiemsee reihenweise Segelboote kentern. Gegen 13 Uhr gerieten mehrere Wassersportler in Seenot, als der Sturm einsetzte. Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei und zwei Hubschraubern waren die Rettungsdienste mit allen verfügbaren Booten am Bayerischen Meer im Einsatz, um den Bootsbesatzungen von fünf Segelbooten und drei Kajaks zu helfen.

Glück im Unglück hatte ein 40-jähriger Münchner, der mit seiner 28-jährigen Begleiterin etwa einen Kilometer südöstlich der Fraueninsel mit einem Zweier-Kajak gekentert war. Mit seinem Handy konnte er noch einen Notruf absetzen.

Aufgrund ungenauer Ortsangaben und hohem Wellengang konnten die Rettungskräfte die beiden Verunglückten zunächst nicht finden. Erst ungefähr zwei Stunden nach dem Unglück sichtete die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers das leere Kajak auf dem Weitsee (Teil des Chiemsees).

Kurze Zeit später konnten die Retter der Wasserwacht Chieming die beiden Verunglückten, etwa 200 Meter vom treibenden Kajak entfernt, im See schwimmend feststellen und aus dem etwa 17° kaltem Wasser retten. Beide Personen wurden, stark unterkühlt, ins Priener Krankenhaus eingeliefert.

Die Wasserschutzpolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es im Falle einer Kenterung enorm wichtig ist, beim Boot zu bleiben. Selbstverständlich müssen Rettungsmittel einsatzklar sein und rechtzeitig angelegt werden.

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