Stichwahl geht auch per Brief

Beinahe jeder Zweite wählte schon so - Landrat sorgt sich um Wahlbeteiligung

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Wahl Haken SelektionDie gut 200.000 Wähler, die am vergangenen Sonntag zur Kommunalwahl im Landkreis aufgerufen waren, sind auch bei der Stichwahl zum Landrat am Sonntag, 30. März, stimmberechtigt. Selbstverständlich können auch diejenigen zur Wahl gehen, die am 16. März nicht von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht haben … Die eher bescheidene Wahlbeteiligung von 56,27 Prozent zuletzt macht aber Landrat Josef Neiderhell Sorgen …

„Gerade bei einer Kommunalwahl sollte jede Bürgerin und jeder Bürger mitbestimmen, wer die Weichen für die Zukunft vor Ort stellen soll.“ Er bittet daher, sich auch bei der Stichwahl auf den Weg in die Wahllokale zu machen um die Bürgermeister- bzw. Landratskandidaten zu unterstützen.

 

Aufgrund zahlreicher Nachfragen, weist Kreiswahlleiter Georg Kirchhuber darauf hin, dass keine neuen Wahlbenachrichtigungskarten verschickt werden. Stattdessen gelten die von den Gemeinden zur Wahl am 16. März versandten Wahlbenachrichtigungen auch für die Stichwahl. Wer seine Wahlbenachrichtigungskarte nicht mehr hat, kann trotzdem wählen. Kirchhuber rät in diesem Fall, den Personalausweis oder den Reisepass mitzunehmen, damit im Wahllokal geprüft werden kann, ob die Wählerin oder der Wähler im Wählerverzeichnis eingetragen ist.

 

Selbstverständlich kann auch bei der Stichwahl die immer populärer werdende Möglichkeit der Briefwahl in Anspruch genommen werden. Am 16. März gaben 47 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen per Brief ab, 53 Prozent wählten in den Wahllokalen.

 

Wer für die Kommunalwahl Briefwahlunterlagen beantragte, erhält sie für die Stichwahl automatisch, wenn sie oder er dies auf dem Antrag für die Briefwahlunterlagen ankreuzte. Wurde diese Möglichkeit nicht angekreuzt, dann müsste die Wählerin oder der Wähler zusammen mit den Briefwahlunterlagen eine „Ersatz“-Wahlbenachrichtigung erhalten haben, mit der jetzt Briefwahlunterlagen beantragt werden können.

 

Stimmberechtigte, denen die „alte Wahlberechtigung“ beim Urnengang am 16. März wieder mitgegeben wurde oder die nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, können diese bei der Stichwahl wieder nutzen, entweder zum Urnengang oder zur Beantragung von Briefwahlunterlagen.

 

Wer stimmberechtigt ist, seine Wahlbenachrichtigungskarte nicht mehr hat und bis Mitte kommender Woche keine Briefwahlunterlagen zugeschickt bekommt, dem rät Kreiswahlleiter Kirchhuber, sich mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen. Bis Freitag, 28. März, um 15 Uhr können Briefwahlunterlagen beantragt werden. In diesem Fällen ist es aber ratsam, den Antrag persönlich im Rathaus zu stellen und die ausgefüllten Briefwahlunterlagen dort abzugeben oder in den Rathausbriefkasten einzuwerfen. Bei einem Versand der Briefwahlunterlagen per Post könnten diese zu spät in der Gemeindeverwaltung ankommen.

 

Im Übrigen gelten für die Stichwahl am 30. März die gleichen Bedingungen wie bei der Kommunalwahl am 16. März. In den Gemeinden stehen die gleichen Abstimmungsräume zur Verfügung und die Stimmabgabe ist von 8 Uhr bis 18 Uhr möglich.

 

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