Starbulls wollen sich selber bescheren

Auswärtshürde in Bad Nauheim soll genommen werden

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LOGO NEGATIVNach einer überzeugenden Leistung und einem klaren 5:0-Sieg über die Heilbronner Falken geht es nun am Sonntag für die Starbulls zum zweiten Mal in dieser Saison zum Aufsteiger nach Bad Nauheim. Durch die zeitgleichen Niederlagen von Landshut und Dresden sind die Starbulls wieder an den Sachsen in der Tabelle vorbeigezogen und belegen punktgleich mit Spitzenreiter Landshut den zweiten Platz in der DEL2. Die große Frage, die sich die Fans der Grün-Weißen natürlich stellen: Wie geht es Tyler Mc Neely?

Dieser musste am Freitag beim Stande von 4:0 in der 43. Minute, nach einem üblen Foul ausgewechselt werden, als er nach einem Haken von Heilbronns Nr. 11 unsanft Bekanntschaft mit der Bande gemacht hatte und minutenlang liegenblieb. Derweilen kann eine erste Entwarnung gegeben werden, denn Gott sei Dank sei bei ihm nichts gebrochen. Allerdings hat der Rotschopf in Rosenheims Diensten eine ordentliche Prellung hinnehmen müssen. SBR- Coach Franz Steer möchte den 26- jährigen Kanadier daher am Sonntag beim Aufsteiger nicht bringen und hofft stattdessen auf einen Einsatz am zweiten Weihnachtsfeiertag zuhause gegen Ravensburg.

Ein Einsatz von Mittelstürmer Maximilian Hofbauer und damit auch ein Auftreten mit vier Sturmreihen, lässt der Starbulls-Trainer ebenfalls noch offen und möchte sich kurzfristig entscheiden.

Mit Wut im Bauch wollten Rosenheims Eishockeyspieler das Heimspiel gegen Heilbronn angehen und genau dass sah man der Mannschaft auch an. Von Beginn an waren die Innstädter der Herr im eigenen Haus und zeigten dem Gegner klar die eigenen Grenzen auf. Lediglich der mangelnden Chancenauswertung war es zu verdanken, dass die Gäste nicht schon viel früher deutlicher in Rückstand gerieten. Erst nach dem zweiten Treffer des Abends, welches Shawn Weller auf Zuspiel von McNeely „shorthanded“ erzielte, war das Eis und die Gegenwehr der Falken gebrochen, die sich im Anschluss daran fast willenlos ihrem Schicksal ergaben uns sich zu einigen Undiszipliniertheiten hinreißen ließen. Neben dem überragendem Robin Weihager (zwei Tore) wusste erneut Kim Staal zu gefallen, der einmal mehr über links kommend zwei Verteidiger und Torhüter Konrad aussteigen ließ und den Schlusspunkt eines glanzvollen Abends setzte.

Tennisprofi Christopher Kas zu Gast

Spiel, Satz und Sieg Starbulls- dachte sich wohl nicht nur Tennisprofi Christopher Kas, der gestern an der Seite von Charivari- Reporter Stephan Mikat als Co- Kommentator fungierte und auch auf dieser Position eine gute Figur machte.

Durch den Sieg sind die Oberbayern jetzt wieder an den Dresdner Eislöwen in der Tabelle vorbei gezogen und belegen punktgleich mit Spitzenreiter Landshut den zweiten Platz in der DEL2. Aber noch ist nicht „Bescherung“, denn ein Spiel steht noch aus, bevor die Geschenke ausgepackt werden können. Am liebsten wäre es Rosenheims Kufencracks natürlich den heimischen Fans Auswärtssieg Nummer Elf unter den Baum legen zu können, wenn es am morgigen Sonntag um 18.30 Uhr zum zweiten Gastspiel der Innstädter beim Aufsteiger Bad Nauheim kommt.

Bad Nauheim, da war doch was? Richtig! Beim ersten Gastspiel des Altmeisters im altehrwürdigen Colonel- Knight- Stadion (CKS) gaben die Grün-Weißen den schon sicher geglaubten Sieg drei Sekunden vor dem Ende noch aus der Hand und mussten in der anschließenden „Overtime“ dann eine mehr als nur unglückliche 2:3 n.V. Auswärtsniederlage hinnehmen. Das Rückspiel ging dann mit 2:0 an die Starbulls. Beide Spiele haben aber gezeigt, wie unangenehm die Hessen zu spielen sind, die vor allem im heimischen CKS eine Macht sind. 24 ihrer 37 Punkte holten die Roten Teufel vor heimischer Kulisse, die damit den aktuell achten Tabellenplatz einnehmen, welcher zur Teilnahme an den Play- offs berichtigen würde. Zuletzt gab es allerdings eine herbe Klatsche für die Mannen von Teufel- Coach Frank Carnevale, als man sich dem SC Riessersee auf eigenem Eis mit 1:6 geschlagen geben musste. Eine Veränderung gab es jüngst auf der Torhüterposition zu vermelden.

Da Stammtorhüter Thomas Ower längerfristig ausfällt holte man kurzerhand Jan Guryca vom DEL- Ligisten Straubing Tigers in die Wetterau. Mit Guryca kehrt sozusagen ein verlorener Sohn nach zehn Jahren zurück an seine alte Wirkungsstätte und soll dem Team helfen den bisher guten Eindruck weiter zu bestätigen. Welche tolle Moral diese Truppe hat, zeigten sie auch jüngst wieder beim Gastspiel in Crimmitschau, als es den Hessen gelang einen 1:4 Rückstand noch aufzuholen. Zwar verlor man dann in der anschließenden Verlängerung, sicherte sich aber immerhin noch einen Punkt.

Da wird ein kompaktes und konzentriertes Auftreten der Starbulls zum obersten Gebot werden. Und wer weiß, vielleicht versteckt sich ja hinter dem 24. Türchen des Adventskalenders tatsächlich die Tabellenführung? Die Fans würde es sicherlich freuen. Radio Charivari überträgt dieses Spiel wie immer live und auch rosenheim24 bietet den schon gewohnten Live- Ticker an.

O.L.

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