Sparbücher mit rund 160.000 Euro gestohlen

Bahn-Mitarbeiter hatte nichtsahnend Schließfach geöffnet - Zwei Tatverdächtige

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Silhouette of hooded man or hooliganDie Bundespolizei hat am vergangenen Freitag bei Wohnungsdurchsuchungen in Bad Aibling und Rosenheim gestohlene Sparbücher mit einem Gesamtguthaben von rund 160.000 Euro aufgefunden! Das meldet das Polizeipräsidium heute am Montagnachmittag. Nur zwei Tage zuvor waren diese, zusammen mit anderen wichtigen Urkunden, einem 56-Jährigen aus einem Schließfach am Rosenheimer Bahnhof entwendet worden. Umfangreiche Ermittlungen hatten die Bundespolizisten schließlich auf die Spur der Täter geführt …

Bereits vergangenen Mittwochabend hatte ein Rosenheimer den Diebstahl seiner wertvollen Unterlagen bei der Bundespolizei angezeigt. Nach diversen Behördengängen wollte der 56-Jährige ein Spielcasino besuchen. Zuvor deponierte er die mitgeführten Sparbücher, Sterbeurkunden und Testamente verstorbener Angehöriger in einem Schließfach am Rosenheimer Bahnhof.

Fünf Stunden später stand er dann fassungslos vor dem leeren Fach, in dem ein Zweitschlüssel steckte. Offenbar hatte sich ein nicht namentlich bekannter Mann unbefugt Zugriff auf das Schließfach verschafft. Den Ermittlungen zufolge hatte dieser gegenüber eines Mitarbeiters der Deutschen Bahn AG scheinheilig behauptet, dass sein Schlüssel klemmen würde und um Öffnung des Faches per Generalschlüssel gebeten. Da der Mann den Inhalt des Depots seltsamerweise detailgetreu beschreiben konnte, schöpfte der Bahnangestellte keinen Verdacht und händigte dem Betrüger alle im Fach befindlichen Gegenstände aus.

Nach umfassenden Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei konnten nur zwei Tage später zwei Tatverdächtige aufgespürt werden. Auf richterliche Anordnung wurden daraufhin Freitagnachmittag die Wohnungen des 44-jährigen Bad Aiblingers und seiner 43-jährigen Bekannten durchsucht. Die beiden polizeibekannten und offensichtlich unter Drogen stehenden Verdächtigen verstrickten sich in Widersprüche, konnten letztlich aber durch die in beiden Wohnungen aufgefundenen Unterlagen und privaten Gegenstände des Geschädigten überführt werden.

Sie werden sich nun wegen Unterschlagung, Betrugs und Diebstahls strafrechtlich verantworten müssen.

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