Schluss mit lustig: Verbot am Bahnhof!

Alkoholkonsum, laute Musik, Müll: Stadt und Bahn handeln gemeinsam

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BahnRosenheim – Nicht erst seit dem tragischen Tod eines Obdachlosen im Vorbereich des Rosenheimer Bahnhofs (wir berichteten mehrmals) steht der dortige Bahnhof im Fokus der Öffentlichkeit. Seit einigen Wochen versammeln sich fast täglich mehrere Personengruppen auf den Grünflächen vor dem Haupteingang zum ausgiebigen Alkoholkonsum. Neben lauter Musik und Hundegebell bleibe meistens noch allerhand Müll liegen, so die Stadt am heutigen Abend in einer Presseerklärung. Jetzt ist Schluss mit lustig – es gibt ein Verbot …

Dieses Bild des Bahnhofs habe nämlich bereits auch negative Auswirkungen auf die Gewerbebetriebe im Bahnhofsgebäude. Dem will man einen Riegel vorschieben …

Die Stadt erlässt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn im Rahmen ihres Hausrechts ein Betretungsverbot für die betroffenen Flächen. Entsprechende Hinweisschilder wurden bereits vom Baubetriebshof angebracht. Die Einhaltung des Betretungsverbotes wird von den Sicherheitskräften der DB-Sicherheit im Rahmen ihrer täglichen Bestreifung überwacht. Die Stadt hat dazu die Befugnis zur Ausübung des Hausrechts an die DB-Sicherheit übertragen.

Bei Verstößen werden die Personalien aufgenommen und die Betroffenen mit einem Platzverweis belegt. Die Polizeiinspektion Rosenheim und die Stadt Rosenheim werden bei Bedarf informiert und greifen unterstützend ein. Die Stadt erhofft sich dadurch eine Verbesserung der Gesamtsituation am Bahnhof.

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2 Gedanken zu „Schluss mit lustig: Verbot am Bahnhof!

  1. Dann gebt den betreffenden Damen und Herren aber bitte auch einen Ort, wo sie sich treffen, feiern,trinken können und Hunde bellen dürfen und niemanden stören, sonst verlagert sich das Problem nur an einen anderen „ungeeigneten“ Ort. Man muss auch Menschen, die eine andere Lebensphilosophie als man selbst leben, Freiräume bieten, natürlich ist es nicht in Ordnung am Bahnhof, wo sich viele Familien und Kinder aufhalten, zu trinken, vor allem fühlen sich viele Menschen eingeschüchtert, was Kunden von den Geschäften fernhält, auch dafür muss man Verständnis zeigen, auch wenn es Mc Donalds verkraften kann 😉

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    1. Sehr richtig!
      Hätte zwar nie geglaubt, das ich Helmut Kohl je zitieren würde, aber mit seinem Gedanken liegt der Alte goldrichtig: „Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“

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